Ebendorf l „Auf dem Kirchturm habe ich schon ab und zu Störche gesehen. Die haben vielleicht Ausschau gehalten, aber ein eigenes Storchenpaar gibt es in Ebendorf bisher nicht“, erzählt Manfred Behrens (CDU). Der Ortsbürgermeister von Ebendorf hat sich deshalb dazu entschlossen, die Ansiedlung des Storches in dem Ort voranzutreiben. Vor allem, um der Natur etwas Gutes zu tun, wie Manfred Behrens erklärt.

Als „Geburtenhelfer“ brauche man den Klapperstorch nämlich in Ebendorf ganz und gar nicht, fügt er lächelnd hinzu. Das würden die Zahlen bestätigen. So seien die 120 Plätze, die derzeit im Neubau der Kita „Gänseblümchen“ am Schnarsleber Weg geschaffen werden, sicherlich schnell ausgelastet.

Standort auf Privatgrundstück

Der Storch braucht also in Ebendorf nicht für den Menschennachwuchs zu sorgen, sondern kann sich ganz auf seinen eigenen konzentrieren. Gute Bedingungen findet er dafür auf der Wiese vor, die Manfred Behrens ihm auf einem Grundstück am Schnarsleber Weg zur Verfügung stellt. Die umgebenden Wiesen und ein kleiner Teich hinter dem Café Froschkönig böten ideale Voraussetzungen für Störche, erklärt Dr. Michael Kaatz von der Vorgelschutzwarte Storchenhof Loburg.

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Der Fachmann gab Manfred Behrens schon im Vorfeld Tipps dafür, wie das Storchennest den Adebaren schmackhaft gemacht werden könnte. Zudem haben die Mitarbeiter des Storchenhofes das Nestgeflecht und den Unterbau für das Vorhaben angefertigt.

Die ersten Störche, so Michael Kaatz, seien bereits im Februar in einzelnen Orten angekommen. Die Hauptzeit für den Storchen-Einzug beginnt aber erst noch – bis August kehren Störche an ihre angestammten Plätze zurück oder suchen sich ein neues Zuhause. Ob in das neue Vogel-Eigenheim in Ebendorf Adebare einziehen werden, kann niemand voraussagen. „Aber ich rechne fest damit, dass sich hier zumindest der ein oder andere Storch blicken lassen wird, um das Nest zu untersuchen“, sagt Michael Kaatz.

Avacon spendet Laternenmast

Das Storchennest steht in etwa 11 Metern Höhe – „eine perfekte Höhe“, wie Kaatz sagt. Der Mast darunter war einmal Laternenmast, nun hat er ausgedient. „Wir kriegen ab und an Anfragen, weil Menschen die ausgedienten Masten für solche Vorhaben nutzen wollen. Wo wir helfen können, da tun wir das“, sagt Thomas Braumann, Referent im Kommunalmanagement der Avacon AG. Er lieferte Manfred Behrens den Masten für das Nest und ließ ihn auch aufstellen.

Nun heißt es in Ebendorf „Warten auf Adebar“. Zumindest die Kita-Knirpse werden nach dem Einzug in ihre neue Einrichtung in diesem Jahr ein Auge darauf haben können, ob ein Storch angekommen ist. Die Mädchen und Jungen möchten das Nest künftig ganz genau beobachten.