Mahlpfuhl l Wichtigstes Ziel des Lions Clubs Ohrekreis ist die finanzielle Unterstützung von Projekten zur Förderung von Kultur, Sport und Denkmalpflege in der Region. Um dafür Geld in die Kasse zu bekommen, findet unter anderem alljährlich ein Arbeitseinsatz im Wald statt. Im November hatten die „Löwen” erstmals einige Vereine, die seit Jahren von den Ohre-Lions gesponsert werden, um Hilfe gebeten. „Wir hatten mit ein paar Leuten gerechnet, aber nicht mit so einer großartigen Unterstützung“, sagte Lionspräsident Andreas Kriebel, der als Leiter des Forstbetriebes Altmark seit Jahren die Aktion organisiert. Mit einer Rekordbeteiligung von mehr als 40 Teilnehmern und einem gutem Erlös ging dieser Arbeitseinsatz damals in die Vereinsgeschichte ein.

Größte Sorgfalt beim Pflanzen

Und dieser Erfolg konnte bei der ersten Aufforstaktion im neuen Jahr sogar noch einmal wiederholt werden. Voller Tatendrang und bei schönstem Frühlingswetter hatten sich 38 Männer und Frauen sowie Kinder auf den Weg ins Revier Mahlpfuhl gemacht. Mit 13 Kindern und Jugendlichen sowie 7 Erwachsenen war der Kanuverein Elbeu erneut die stärkste Fraktion. Auch der Förderverein „Lesezauber” der Wolmirstedter Stadtbibliothek und das Kreismuseum hatten Helfer geschickt.

Im Vorjahr waren im Revier Südheide Traubeneichen in die Erde gebracht worden, diesmal Douglasien. Bevor sich die ehrenamtlichen Waldarbeiter an die Arbeit machten, gab es vom Fachmann wichtige Hinweise. Die Douglasie ist ein schnellwüchsiger Nadelbaum, der 400 Jahre alt werden kann. Beim Pflanzen ist allerdings mehr Sorgfalt als beispielsweise bei Kiefern notwendig. „Die Pflanzlöcher müssen so tief sein, dass die Wurzeln nicht geknickt werden. Außerdem sollte die Erde um die Setzlinge sehr festgetreten werden. Gepflanzt wird im Abstand von zwei bis drei Metern”, erklärten die Profis.

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Teamwork

So instruiert machten sich jeweils ein Paar daran, die Setzlinge in die vorbereiteten Furchen zu bringen. Einer hob die Löcher aus, der andere pflanzte und trat den Boden fest – immer schön im vorgeschriebenen Abstand. Obwohl kaum einer der Lionsmitglieder oder Helfer körperliche Arbeit gewöhnt ist, kam man auf der drei Hektar großen Aufforstungsfläche mit der Arbeit gut voran. Nach etwas über drei Stunden standen 2750 Douglasien-Pflanzen wie die Zinnsoldaten. „Das ist ein sehr gutes Ergebnis und trägt wesentlich dazu bei, den Kiefernwald zu verjüngen“, sagte Andreas Kriebel.

Als nach stundenlangem Bücken, Aufrichten und Festtreten das Ende des Arbeitseinsatzes nahte, waren nicht wenige der Teilnehmer recht froh. „Es ist wirklich kein Zuckerschlecken, macht aber auch Spaß und ist ein guter Ausgleich zu meiner Arbeit am Schreibtisch”, sagte Anette Pilz. Die Leiterin des Kreismuseums war das erste Mal dabei. Für sie sei die Teilnahme Ehrensache, weil das Museum seit Jahren zuverlässig vom Lions Club gesponserte werde.

Regionale Projekte fördern

Der Erlös des Arbeitseinsatzes wird erneut bis auf den letzten Cent für die Unterstützung von Projekten in der Region des ehemaligen Ohrekreises ausgegeben. „Auch deshalb haben sich die Anstrengungen wieder gelohnt”, sagte Andreas Kriebel als anschließend auf den Erfolg angestoßen wurde.