Verkehr

Ampel aus wegen Bauarbeiten

Die Ampelanlage an der Colbitzer Straße und Wolmirstedter Straße gilt als eine der wichtigsten Ampeln in Wolmirstedt. Nun muss diese deaktiviert werden. In Farsleben und Mose ist zudem mit mehr Verkehr zu rechnen.

Von Tom Wunderlich
Die Ampel an der Kreuzung Colbitzer Straße / Wolmirstedter Straße wird mit Beginn des nächsten Bauabschnitts abgeschaltet. Bis Ende August kann hier nur von Wolmirstedt nach Farsleben und umgekehrt gefahren werden.
Die Ampel an der Kreuzung Colbitzer Straße / Wolmirstedter Straße wird mit Beginn des nächsten Bauabschnitts abgeschaltet. Bis Ende August kann hier nur von Wolmirstedt nach Farsleben und umgekehrt gefahren werden. Foto: Tom Wunderlich

Wolmirstedt - Mit großen Schritten gehen die Sanierungsarbeiten auf der Bundesstraße 189 bei Wolmirstedt voran. Mehrere Stunden am Tag wird die alte Asphaltdecke abgefräst und neu aufgebracht. Bereits am 23. Juni soll mit dem dritten von fünf Bauabschnitten begonnen werden.

Dieser befindet sich zwischen der Anschlussstelle Wolmirstedt-Nord und Wolmirstedt-Zentrum. Für den Verkehr aus Richtung Stendal ändert sich erstmal nicht viel. „Die Fahrzeuge fahren in Höhe der Lichtsignalanlage in Mose auf die Gegenfahrbahn“, erklärt Peter Mennicke, Sprecher des Verkehrsministeriums. Verkehrsteilnehmer aus Richtung Magdeburg müssen allerdings eine Umleitung in Kauf nehmen. „Bis zum 14. Juli werden die Verkehrsteilnehmer an der Anschlussstelle Wolmirstedt-Nord abgeleitet und dann Richtung Farsleben über die Landesstraße 44 sowie die Kreisstraße 1172 in Richtung Mose geschickt.“

Damit der Verkehrsfluss des Umleitungsverkehrs gewährleistet werde, werde dafür die Ampelanlage in Höhe der Esso-Tankstelle im Bereich Colbitzer Straße außer Betrieb gesetzt. „Das ist bis zum Abschluss der Sanierungsarbeiten nötig“, so Mennicke weiter. Das bedeute letztendlich, dass man von der Colbitzer Straße nur noch in Richtung Farsleben fahren könne. „Die B189 kann in Richtung Magdeburg und Stendal dann nicht mehr angefahren werden.“

Allerdings werde dann am Ortseingang Farsleben eine provisorische Lichtsignalanlage installiert. Dies ist nötig um das erhöhte Verkehrsaufkommen zu regeln. „Somit werden auch alle Verkehrsteilnehmer welche auf die B189 fahren wollen, gleich über Mose umgeleitet und nicht erst durch Wolmirstedt.“

 Mit vermehrter Staubildung ist dann ab 14. Juli im vierten Bauabschnitt zu rechnen. „Hier werden sich die Verkehrsströme aus Norden und Süden in Mose kreuzen. In Hauptverkehrszeiten muss mehr Zeit eingerechnet werden“, erklärt der Ministeriumssprecher. Nach seinen Angaben wird der Verkehr aus Richtung Stendal in Mose über K1172 nach Farsleben und weiter über L44 Richtung Wolmirstedt zur B189 umgeleitet. Aus Richtung Magdeburg wird der Verkehr auf der B189 über die Gegenfahrbahn bis nach Mose geführt.

Im letzten Bauabschnitt, ab 29. Juli bis 13. August, wird die B189 zwischen Mose und Wolmirstedt-Nord komplett gesperrt. Das Bauende ist für Ende August geplant.

Land investiert mehrere Millionen Euro

Insgesamt investiert das Land Sachsen-Anhalt einen hohen Millionenbetrag in die Sanierung der wichtigen Nord-Süd-Achse. „Alleine für die reine Straßensanierung investieren wir rund 4,5 Millionen Euro“, erklärt Ministeriumssprecher Mennicke weiter. Immerhin wird hier auf einer Strecke von 6,3 Kilometern der Asphalt um 18 bis 20 Zentimeter abgefräst und neu aufgebracht. Dazu gehören auch die Parallelfahrbahnen, wie zum Beispiel die Auf- und Abfahrten.

Im gleichen Atemzug wird auch der Tunnel unter dem Mittellandkanal auf Vordermann gebracht. „Hier werden weitere 1,2 Millionen Euro investiert“, so Mennicke. Im Rahmen der Modernisierung werde unter anderem die komplette Technik getauscht oder erneuert.

1,2 Millionen Euro für Tunnel

„Das geht schon bei der Tunnelbeleuchtung los. Diese ist nun viel heller.“ Neben der Tunnelbeleuchtung werde natürlich auch die Steuerung ausgetauscht. Auch alle Schutzeinrichtungen würden gewechselt werden. „Unter anderem sollen die Einbruch-, Brand- und Gefahrenmeldeanlagen inklusive der Sensorik ertüchtigt werden. Auch die Einrichtung von Videokameras für die Verkehrsbeobachtung und zur Havarieabwehr im Tunnel ist vorgesehen“, erklärt der Ministeriumssprecher. Nach 16 Jahren Betriebszeit sei diese Umrüstung dringend erforderlich. „Des Weiteren erfolgt die Erneuerung der Kabelschachtabdeckungen, eine Tunnelreinigung sowie die Fahrbahnerneuerung im Tunnel.“

Die Arbeiten unter dem Mittellandkanal sollen bereits am 13. August, zwei Wochen vor Gesamtbauende, abgeschlossen werden.