Wolmirstedt l Während der Leichtathletik-Nachwuchs des SV Kali Wolmirstedt fleißig trainierte und sich so auf das Fair -Play-Sportfest am 1. Mai vorbereitete, versuchten Mitglieder des Vorstandes, Sportler sowie Eltern der Kleinen das weitläufige Gelände im Küchenhorn ein wenig ansehnlicher zu gestalten.

Der Komplex wird schon lange nicht mehr dem guten Ruf Wolmirstedts als Sportstadt gerecht. Die Anlagen sind total veraltet, teilweise marode, das Dach über den Zuschauerrängen musste sogar abgerissen werden. “Wir sind ja schon froh, dass sich der Stadtrat zu Erhalt und Rekonstruktion

Modernisierung dringend nötig

Für eine umfassende Modernisierung des 1985 eröffneten Stadions werden nach letzten Kalkulationen vier Millionen Euro benötigt. Birger Orlamünde, Chef der Leichtathletikabteilung, findet deutlichere Worte: „Der Zustand ist katastrophal und für die Stadt beschämend. Es hätten schon längst Nägel mit Köpfen gemacht werden müssen. Schließlich geht es doch in ersten Linie um unsere Kinder.“ Trotzdem wird der Sportbetrieb aufrecht erhalten, es finden regelmäßig Training und Wettkämpfe statt.

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Zum nächsten großen Sportereignis werden am 1. Mai über 330 Teilnehmer aus ganz Sachsen-Anhalt erwartet. Zur Vorbereitung fand am Freitagnachmittag mit guter Beteiligung ein großer Frühjahrsputz statt. Übrigens der zweite in diesem Jahr, die Sportler hatten sich nämlich auch an der Aktion „Wolmirstedt putzt sich“ beteiligt. Diesmal wurden der Rasen gemäht, Unkraut gezupft und geharkt sowie die Weitsprung-Grube von Laub und Unrat befreit. Außerdem wurde sie mit neuem Sand aufgefüllt.

Viel Kraft wurde in die Speerwurf- und Hochsprunganlagen gesteckt. Die unansehnlichen Tartanbeläge, die einige Jahrzehnte alt und teilweise brüchig sind, wurden aufgenommen, teilweise geschnitten und neu verlegt. Zu den vielen Helfern zählte auch Hermann Grimm. Der 77-Jährige hofft ebenfalls auf eine baldige Modernisierung. „Das ist eine wichtige Zukunftsinvestition für nachfolgende Generationen von Sportlern.“

Sportler kommen gern

Ebenfalls beim Arbeitseinsatz dabei waren Mitglieder des Nachwuchsfußballvereins „Ohrekicker“, die ihre Vereinsräume neu malerten. Trainer Hendrik Wrono wurde dabei von Eltern wie Lars Horstmann, Thomas Malz und Michael Knackmuhs unterstützt.

Acht Kabinen, der Mannschaftsraum und der Flur strahlen in neuem Glanz. Die Farbe wurde dem erst 2016 gegründeten Verein mit 220 Mitgliedern von Malermeister Fischer gesponsert. Nach der Arbeit konnten sich alle Helfer am Grill von Lothar Schwieger stärken. Monika Sprengler, Kassenwart beim SV-Kali: „Es ist erstaunlich. Obwohl wir nicht die besten Bedingungen haben, kommen die Sportler gern zu uns. Das muss wohl an der guten Organisation der Wettkämpfe und hervorragenden Versorgung liegen.“