Ausblick

Barleber Heimatverein hat sich für die Zukunft viel vorgenommen

Trotz Pandemie haben die Mitglieder des Heimatvereins Barleben im vergangenen Jahr einiges auf die Beine stellen können. Doch wurde auf der Jahreshauptversammlung auch für die Zukunft geplant.

Von Sebastian Pötzsch 06.08.2021, 17:11
Zu den Veranstaltungen „Mediziner auf dem Lande“ kamen insgesamt 110 Gäste. Im November soll die Reihe fortgesetzt werden.
Zu den Veranstaltungen „Mediziner auf dem Lande“ kamen insgesamt 110 Gäste. Im November soll die Reihe fortgesetzt werden. Foto: Sebastian Pötzsch

Barleben - Wie Vereinsvorsitzende Annemarie Keindorff gegenüber der Volksstimme berichtet, fanden trotz Corona, Urlaub und erhöhtem Krankenstand immerhin 18 Mitglieder des Weg zur Jahreshauptversammlung des Barleber Heimatvereins. Neben dem Rechenschaftsbericht des Vorstands, der die Aktivitäten des Vorjahres thematisierte, wurde auch über die Pläne der Zukunft gesprochen.

Treffen der Plattsprecher soll wieder stattfinden

Für 25. September ist ein Tag des offenen Fundus geplant. Hier möchten die Heimatfreunde ihr Archiv im Hohe Grubeweg für die Öffentlichkeit zugänglich machen. „Für Kinder wird es ein ganz besonderes Angebot mit Belohnung geben. Dafür haben wir Unterstützung von der Gemeinde erhalten“, sagt Annemarie Keindorf, ohne mehr verraten zu wollen.

Außerdem wollen die Mitglieder des Heimatvereins das Treffen der Plattsprecher wieder aufleben lassen. Allerdings soll die erste Runde am 8. September zunächst noch in kleinem Kreise stattfinden, um ein Konzept zu erarbeiten. Fest steht jedoch: Zum Treffen der Plattsprecher soll künftig wieder regelmäßig eingeladen werden.

Für den 11. November ist die Fortsetzung der Veranstaltungsreihe „Mediziner auf dem Lande“ geplant. Zur Erinnerung: Die Erstauflage, bei der in der Begegnungsstätte die Geschichte der ärztlichen Versorgung in Barleben beleuchtet wurde, erlebte einen solch großen Andrang, dass zu einer zweiten Veranstaltung eingeladen wurde. Wegen der Pandemie war nur eine bestimmte Anzahl an Besuchern zu gelassen. Und weil beide Male die Nachfrage größer war als das Kartenkontingent hergab, wurde daraus eine Ausstellung in der Heimatstube.

Nun wird die Reihe mit drei Nachfahren ehemaliger in Barleben tätiger Mediziner fortgesetzt. Laut Annemarie Keindorff werden sie aus ihren Kindheitserinnerungen berichten. Die Veranstaltung in der Begegnungsstätte beginnt um 15 Uhr und soll in einem Quasselcafé münden. Neben dem Ausblick in die Zukunft gab es während der Jahreshauptversammlung auch einen Rückblick in die Vergangenheit. „Trotz der bekannten Einschränkungen im Jahr 2020 können wir doch auf eine hohe Aktivitätsbilanz verweisen. Darüber waren wir uns alle einig“, berichtet die Vereinschefin.

So erinnert Keindorff an die Arbeitseinsätze auf dem Schmiedeplatz inmitten des alten Dorfes. Seit dem Jahr 2016 wurden 10 Einsätze organisiert und dabei 63 Arbeitsstunden abgeleistet. Hauptwirkungsstätte des Vereins ist jedoch die Heimatstube im Breiteweg. Hier sind historische Schätze zu sehen. Auch Ausstellungen werden organisiert und zu Gesprächs- und Diskussionsrunden eingeladen. Doch wegen der Pandemie blieb das altehrwürdige Gebäude im vergangenen Jahr teils über mehrere Monate geschlossen. „Wir hatten nur 27 reguläre Öffnungstage, konnten aber immerhin 182 Gäste begrüßen“, berichtet Annemarie Keindorff weiter.

Fragezeichen wegen Pandemie bleiben

Als großen Erfolg bezeichnet die Vereinschefin den Tag des offenen Fundus, an dem der Heimatverein die Türen ins eigene Archiv für Besucher öffnete. Und an die Teilnahmen an der Glockenweihe der Barleber Kirche sowie am Volkstrauertag erinnert die Vorsitzende.

Auch wenn die Heimatvereinsmitglieder wieder viel für die Zukunft planen, steht doch alles noch immer im Zeichen der Corona-Pandemie. „Tatsächlich organisieren wir unter Vorbehalt. Niemand weiß, wie sich die Zahlen entwickeln werden“, schließt Annemarie Keindorff ihre Ausführungen.