Wolmirstedt l Das Gelände, auf dem einst das Wolmirstedter Krankenhaus stand, wirkt seit gut zwei Jahren wie eine Steppenlandschaft. In greifbarer Zukunft kann dieses 33 000 Quadratmeter große Areal wieder bebaut, Pläne können schon bald geschmiedet werden. Dafür will der Stadtrat am Donnerstag grünes Licht geben.

Das ehemalige Krankenhausgelände wird dabei als eine Einheit mit dem Gelände jenseits der Heinrich-Heine-Straße betrachtet, auf dem noch bis vor kurzem der Fünferblock Geschwister-Scholl-Straße 54 bis 60 der Wolmirstedter Wohnungsbaugesellschaft stand. Der fiel Anfang des Jahres den Abrissbaggern zum Opfer. Zusammen mit dieser Fläche können die Planer nun auf insgesamt 42 200 Quadratmetern ihre Visionen aufteilen.

Die Grundsatzplanung für dieses Gebiet ist bereits abgeschlossen. Ein Lärmschutzgutachten hat ergeben, dass entlang der Schwimmbadstraße der Bereich in einer Tiefe von etwa 50 Metern nur gewerblich genutzt werden sollte. Diese Straße ist sehr von Verkehrslärm betroffen, nicht zuletzt durch den Schwerlastverkehr, der zum anliegenden Gewerbegebiet zwischen Schwimmbadstraße und Fabrikstraße fährt. Laut Planung sollte dieser straßenbegleitende Streifen nichtstörendem Gewerbe, gegebenenfalls Einzelhandel wie Lebensmittelhändlern, vorbehalten sein.

Im Westen des Plangebietes, im Bereich Richtung Meseberger Straße, sollen vor allem ältere Bürger einen Platz zum Leben finden. Nach demografischen Entwicklungsprognosen wird der Bedarf für Seniorenwohnparks, Mehrgenerationenprojekte, aber auch an betreutem Wohnen weiter wachsen.

Richtung Geschwister-Scholl-Straße sollen vor allem Eigenheime entstehen. Dieses Eigenheimgebiet schließt nach derzeitigem Stand auch den Bereich des ehemaligen Fünfgeschossers an der Geschwister-Scholl-Straße mit ein.

Der Grundsatzbeschluss zu diesen Planungen wurde bereits im September vom Stadtrat gefasst. Am Donnerstag wird das Gremium gefragt, ob ein Bebauungsplan ausgearbeitet werden kann.

Das Gelände des ehemaligen Krankenhauses der Sana-Kliniken-AG ist noch nicht in das Eigentum der Stadt übergegangen. Obwohl das Krankenhaus bereits 2007 geschlossen und 2014 mit dem Bettenhaus auch der letzte bauliche Überrest verschwunden ist, liegen noch nicht alle behördlichen Genehmigungen für den Eigentümerwechsel vor. Somit ist die Stadt für Pflegemaßnahmen auf dem Gelände noch immer nicht zuständig. Die Anliegerpflichten werden von der Stadt jedoch wahrgenommen. Dazu zählt die Reinigung der Wege mit der Kehrmaschine und bei Bedarf auch der Winterdienst.