Groß Ammensleben l In Sachen Kita-Neubau in Groß Ammensleben konnte jetzt ein weiteres Kapitel abgehakt werden. Vor wenigen Tagen wurde die Ausschreibung für die Planungsleistungen beendet. „Die Auswertung der Unterlagen der Bieter läuft bereits und wurde zum Teil schon abgeschlossen“, sagte Ina Stimpel, Leiterin des Fachdienstes „Gemeindeentwicklung“ in der Niederen Börde.

Baubeginn im Frühjahr 2021

Ist die Auswertung beendet, erhält jeweils ein Planungsbüro den Zuschlag. Ausgeschrieben wurden Leistungen für Gebäude- und Brandschutzplanung sowie für die Planungen von Heizung, Lüftung, Sanitär, Tragwerk und Elektro. Nach Fertigstellung der Planungen werden die Baugewerke ausgeschrieben.

Läuft alles wie vorgesehen, könnte mit den ersten Arbeiten wie dem Bodenaushub Ende des ersten Quartals 2021 begonnen werden. Somit würden die Kita-Kinder im Jahr 2022 ihr neues Domizil auf der Domäne in Beschlag nehmen. Eigentlich war die Frist vom Fördermittelgeber bis Ende 2021 gesetzt worden. „Nun haben wir doch etwas mehr Zeit“ erklärte die Fachdienstleiterin.

Bereits seit gut einem Jahrzehnt wird in der Niederen Börde verhandelt, gerungen, geplant und wieder verworfen. Schon seit 2010 wird nämlich nach Lösungen gesucht, wie in der Niederen Börde qualitativ hochwertige Kita-Plätze vorgehalten werden können. Diverse Vorschläge waren unterbreitet und diskutiert worden. So hielt die Causa „Kita“ die Kommunalpolitik der Einheitsgemeinde schier pausenlos in Atem.

Schließlich wurde im Jahr 2015 sowie ein Jahr später mehrheitlich im Gemeinderat beschlossen, die Kitas Groß Ammensleben, Klein Ammensleben und Gutenswegen zusammenzulegen und dafür auf dem Gelände der Domäne in Groß Ammensleben ein neues Gebäude zu errichten. Das bedeutet also das Aus für die Einrichtungen in den genannten Ortschaften.

Gemeinde muss 900.000 Euro zuzahlen

Aufgrund dieser Beschlüsse hatte die Gemeinde im Oktober 2016 einen Fördermittelantrag über das Programm „Stark III“ eingereicht. Am 18. November ging der Fördermittelbescheid ein. Bereits Ende Oktober hatten sich die Ratsmitglieder mehrheitlich für die Annahme der Gelder in Höhe von 2,7 Millionen Euro entschieden. Dem vorausgegangen war eine konstruktive Diskussion unter den Gemeinderäten. Rund 900.000 Euro muss die Gemeinde aus eigener Tasche beisteuern.