Jersleber See l Der Sommer 2018 hat nicht nur einen Hitzuerekord gebracht – er bescherte dem Jersleber See auch einen neuen Rekord an Badegästen. Allein beim Personenticketverkauf, also hauptsächlich zwischen 13 und 18 Uhr, wurden bisher knapp 45 000 Besucher gezählt. Hinzu kommen noch jene Besucher, die davor oder im Anschluss den See aufsuchen sowie die Camper, Bungalowmieter und deren Gäste.

Seit Saisonbeginn am 15. Mai gab es laut Birgit Hagemann, Leiterin des Erholungszentrums Jersleber See, schon 67 Badetage – also mit passendem Wetter für einen Besuch am See. „Das war für uns eine absolut neue Situation“, sagt sie. Selbst dem Parkscheinautomaten wurde es irgendwann zu heiß – die Mitarbeiter verschafften ihm mit einem Pavillon etwas Schatten.

Im Vergleich: 2017 – eine schlechte Saison – wurden beim Personenticketverkauf am Eingang knapp 9000 zahlende Gäste gezählt. Allerdings sei mit dem Kassieren im Vorjahr später angefangen worden. Die Einnahmen aus den Ticketverkäufen (pro Person 1 Euro) sowie den Parkgebühren (1 Euro pro Auto pro Stunde) belaufen sich laut Birgit Hagemann in dieser Saison (Stand 23. August) auf zusammen bisher 136.700 Euro. 2017 waren es 43.500 Euro, 2016 – wiederum ein warmer Sommer – 60.000 Euro, damals allerdings noch ohne Personenticketverkauf. In der aktuellen Saison, die am 15. September endet, wurden bis jetzt rund 32.000 Autos auf dem Parkplatz registriert. Zum Vergleich: 2016 waren es in der gesamten Saison 22.000 Pkw.

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Den höheren Einnahmen in diesem Jahr stehen laut Barlebens Pressesprecher Thomas Zaschke allerdings auch höhere Ausgaben entgegen, unter anderem für die Reinigung der Sanitäranlagen, den Wasserverbrauch und Abwasserentsorgung, den Nachschub für den Ticketautomaten sowie die Entsorgung von Müll. „Alle drei Tage waren es neun Kubikmeter“, informiert Hausmeister Holger Weniger.

Der Jersleber See war bisher ein Zuschussgeschäft zulasten der Gemeinde, jedoch laut Birgit Hagemann mit positivem Trend. 2016 musste mit rund 87.000 Euro Finanzierungshilfe geleistet werden, 2014 waren es etwa 207.000 Euro. „Für 2018 sehe ich die Entwicklung sehr positiv“, sagt die Leiterin des Erholungszentrums. Abgesehen von der anhaltenden Hitze sei dem Jersleber auch die gute Wasserqualität zugute gekommen. Diese sei hervorragend. Viele neue Gäste seien in dieser Saison an den Jersleber gekommen, beispielsweise auch Besucher vom Barleber See, der mit Blaualgen zu kämpfen hatte. Zudem seien zwölf neue Dauercamper aufgenommen worden.

Die Camper dürfen sich von nun an über einen neuen Service freuen: Wer außerhalb der Öffnungszeiten des Informationszentrums anreist, kann benötigte Schlüssel und Unterlagen für seinen Urlaub in einem von vier Schließfächern hinterlegen lassen.