Groß Ammensleben l Der sogenannte Brandschutzbedarfsplan der Feuerwehren der Niederen Börde enthält neben Regelungen zur Gefahrenabwehr und zum Zivilschutz auch ein Logistikkonzept. Darin wird unter anderem geregelt, wo die Schaummittel für die Löschwasserversorgung gelagert und wo die Transport- und Einsatzstellenlogistik untergebracht werden sollen.

In Zusammenarbeit mit der Gemeindewehrleitung hat die Verwaltung zwei Varianten erarbeitet, wie das Logistikkonzept künftig umgesetzt werden könnte. Eine entsprechende Beschlussvorlage soll am 18. September dem Gemeinderat zur Abstimmung vorgelegt werden.

Mehrere Möglichkeiten

„Nach intensiver Beratung schlägt die Gemeindewehrleitung aus feuerwehrtaktischen Gründen die Variante 1 zur Aufnahme in den Brandschutzbedarfsplan vor“, heißt es in dem Papier. Dies würde bedeuten, dass Schaummittel künftig dauerhaft auf dem Gerätewagen-Logistik bei der Freiwilligen Feuerwehr Dahlenwarsleben verlastet werden. Für die Umsetzung der ersten Variante wäre es laut Verwaltung notwendig, einen Gerätewagen-Logistik für die Dahlenwarsleber und ein mittleres Löschfahrzeug für die Klein Ammensleber Wehr zu beschaffen – für insgesamt rund 530.000 Euro.

Alternativ gebe es bei Variante 2 die Möglichkeit, die Schaummittel zur Löschwasserversorgung dauerhaft auf dem Gerätewagen-Logistik bei der Klein Ammensleber Wehr zu verlasten. Auch dafür müssten neue Fahrzeuge beschafft werden: ein Gerätewagen-Logistik sowie ein Mannschaftstransportfahrzeug. Laut Beschlussvorlage würden dafür zusammen Kosten in Höhe von rund 310 000 Euro anfallen.

Baumaßnahmen nötig

„Für die Umsetzung beider Konzepte sind Baumaßnahmen erforderlich. Keines der in der Gemeinde Niedere Börde vorhandenen Gerätehäuser entspricht der DIN“, erläutert die Verwaltung und rechnet mit Umbaukosten von 3,6 Millionen Euro plus Ingenieurleistungen in einem Zeitraum von zwei bis sechs Jahren.

Die Feuerwehrunfallkasse habe bei einer Begehung des Feuerwehrhauses Groß Ammensleben bereits im Jahr 2009 diverse Mängel festgestellt, heißt es weiter. Kurz- beziehungsweise mittelfristig müssten auch die Feuerwehrhäuser in Dahlenwarsleben und Klein Ammensleben durch Umbaumaßnahmen den Anforderungen der DIN entsprechend erweitert werden.

Neben dem Logistikkonzept enthält der neue Brandschutzbedarfsplan auch die im Jahr 2019 geplante Neubeschaffung eines mittleren Löschfahrzeuges als Ersatz für das defekte Tragkraftspritzenfahrzeug der Ortsfeuerwehr Vahldorf. „Da die Gemeinde Niedere Börde für das vorgenannte Fahrzeug Fördermittel erhalten wird, ist eine Fortschreibung zwingend erforderlich“, erklärt Manuel Buchwaldt, Sachbearbeiter Brand- und Katastrophenschutz, in der Beschlussvorlage.