Wolmirstedt l Die Deutsche Telekom wird in Wolmirstedts Gewerbegebiete schnelles Internet legen. Für 47 Unternehmen wird es mindestens einhundert Megabit pro Sekunde geben, und zwar sowohl als Upload- als auch als Downloadgeschwindigkeit. Spätestens 2020 sollen die Bauarbeiten beginnen. „Vielleicht sogar noch in diesem Jahr“, gibt sich Telekom-Projektleiter Joachim Fricke vorsichtig optimistisch.

Mit diesen Fördergeldern wird das schnelle Internet in die Gewerbegebiete Nord I, II und III sowie südlich des Mittellandkanals gelegt. Die Gewerbegebiete Nord I bis III umfassen grob gesagt die Rogätzer Straße mit dem Autohaus, Lindenpark, Repo, Aldi, Exxellin, darüber hinaus auch die Fläche zwischen Lindenpark und dem ehemaligen Sport- und Freizeitpark. Darauf will SBB-Segmentbehälterbau ein neues Werk errichten.

Südlich des Mittellandkanals befindet sich die Abfallwirtschaft, auch für dieses Gewerbegebiet werden manchmal weitere Anfragen gestellt.

Schnelles Internet

Die Unternehmen am Handwerkerring sind in diesem Fall außen vor, sie haben sich bereits vor einiger Zeit selbst schnelles Internet organisiert.

Das neue Glasfaserkabel wird bis in den Gehweg gelegt. Möchten die Unternehmen Glasfaser bis ins Haus bekommen, müssen sie dieses letzte Stück selbst finanzieren.

Den Fördermittelbescheid über 283.000 Euro brachte Staatssekretär Thomas Wünsch ins Wolmirstedter Rathaus. Das Geld stammt aus dem Topf „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ und hilft, die sogenannte Wirtschaftlichkeitslücke zu schließen. Die entsteht immer dann, wenn der Ausbau für eine Telekommunikationsunternehmen nicht rentabel ist. Diese Lücke bis zur Rentabilität stopfen die Fördergelder. Wolmirstedt hat sich für dieses Modell entschieden, anders als andere Kommunen im Landkreis, die sich zu einer Arge zusammengeschlossen haben. Angesichts der Förderbescheidübergabe konstatierte SPD-Stadtrat Heinz Maspuhl: „Alles richtig gemacht“.