Niedere Börde l Wahlsieger Stefan Müller ist in der Groß Ammensleber Gaststätte „Zur Post“ von jubelnden Mitstreitern umgeben und strahlt. „Ich habe nicht mit einem Wahlsieg gerechnet“, gesteht er, „aber ich habe es gehofft. Besonders freue ich mich, dass das Ergebnis so gut ausgefallen ist.“ Der CDU-Kandidat hat sich mit 68,04 Prozent gegen die Amtsinhaberin Erika Tholotowsky (parteilos) durchgesetzt. Selbstbewusst sagt er: „Dafür haben wir gekämpft.“

Erika Tholotowsky konnte nur 31,96 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen. Sie hat in den vergangenen 14 Jahren als hauptamtliche Bürgermeisterin die Geschicke der Niederen Börde geleitet, war zehn Jahre zuvor bereits als ehrenamtliche Bürgermeisterin tätig. Demnächst wird sie den Platz im Rathaus räumen. „Der Wähler hat entschieden, dass muss man akzeptieren“, sagt sie, „ich bedanke mich bei all denen, die mich gewählt haben.“ Die Geschäfte der Gemeinde wird sie noch bis zum 31. Juli erledigen.

Müller erhält 68,04 Prozent

Die Wahlbeteiligung bei der Stichwahl fiel mit 41,19 Prozent etwas niedriger aus als beim ersten Wahlgang vor drei Wochen. Am 18. März waren noch 45,8 Prozent der Wähler an die Urnen gegangen. In Zahlen bedeutet das für die Stichwahl: Von 6057 Wahlberechtigten haben am Sonntag 2495 Männer und Frauen ihre Stimme abgegeben. 1680 Stimmen entfielen auf Stefan Müller, 789 Bürger entschieden sich für Erika Tholotowsky. Damit haben sich die Wähler klar für den Generationswechsel ausgesprochen.

Der 34-jährige Stefan Müller, der unter anderem seit langem zur Feuerwehr der Niederen Börde gehört, freut sich auf die neue Herausforderung. Auf eine erste Amtshandlung als Oberhaupt der Gemeinde und Chef der Verwaltung will er sich noch nicht festlegen. „Zuerst muss ich das Amt erforschen.“