Wolmirstedt l Die Bilanz des Fachdienstleiters fällt beim Gespräch mit der Volksstimme positiv aus. „Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass der Meldeservice intensiv genutzt wird“, sagt Dirk Illgas. „Die 396 Vorgänge sind schon eine stolze Zahl für den Zeitraum von fünf Jahren.“

Eingerichtet wurde die Rubrik „Sags uns einfach“ auf der Internetseite, die sich unter dem Punkt Verwaltung findet, im Jahr 2014. Das war auch das Startjahr für den Sachsen-Anhalt-Melder, der mittlerweile in vielen Kommunen im Land genutzt wird. „Sags uns einfach" gibt es nicht nur in Wolmirstedt, sondern auch beispielsweise in Haldensleben. Der Zugang zu dem allgemeinen Landesmelder und der Wolmirstedter Internetseite kann über ein internetfähiges Mobiltelefon oder direkt über einen Personalcomputer erfolgen.

Reaktion binnen 24 Stunden

„Beim Landesmelder geben die Bürger ihren jeweiligen Ort ein sowie das Anliegen, und der Vorgang landet bei uns quasi auf dem Rechner. Die Eingabe über die Internetseite der Stadt erfolgt direkt auf der für Wolmirstedt vorgesehen Rubrik“, führt Illgas aus. „Hier können die Mitarbeiter des Fachbereichs darauf zugreifen. Außerdem gibt es eine Erinnerungsfunktion.“ Die sei wichtig, falls verschiedene Mitarbeiter die Eingänge überprüfen. „Es ist so, dass innerhalb von 24 Stunden eine Reaktion auf die Meldungen erfolgt, das geschieht an den Arbeitstagen der Verwaltung“, betont der Leiter. „Gerade außerhalb der Verwaltungzeiten ist das Angebot sehr hilfreich.“ So können rund um die Uhr Anliegen der Bürger aufgenommen werden.

Die Arbeitsweise erschließt sich beim Besuch der Volksstimme. Dirk Illgas hat eine neue Meldung aufgerufen, die gerade über „Sags uns einfach“ hereingekommen ist. Dabei handelt es sich um den Hinweis eines Wolmirstedters, der eine Beschädigung des Gehwegpflasters in der Friedensstraße/ Ecke Lustgraben angibt. Illgas informiert sofort den Wirtschaftshof und weist an, dort zunächst eine Warnbake zu platzieren. „Das Pflaster wird demnächst repariert. So sehen die Bürger aber tatsächlich, dass wir den Fall aufgenommen haben“, sagt der Leiter. „Eine Bestätigung, dass wir an der Sache dran sind, gibt es in der Form nicht. Sie ist nicht Bestandteil des verwendeten Programms.“ Angezeigt wird lediglich, dass eine Bearbeitung erfolgt.

„Abgeschlossene Vorgänge werden als solche gekennzeichnet“, sagt Dirk Illgas. „Es heißt nicht unbedingt, dass wir einen Abschluss erreicht haben. Das gilt insbesondere bei Dingen, die wir an zuständige Stellen oder andere Verantwortungsträger weitergegeben haben.“

Interessant für Bürger und Verwaltung ist in jedem Fall, dass das verwendete Geobasissystem auch gleich den jeweiligen Standort grafisch auf einer Karte darstellt. „Das ist eine wirklich gute Sache und macht die Arbeit einfacher“, befindet der Fachbereichsleiter.

Gemeldet werden alltägliche Dinge

Gemeldet werden in der Regel alltägliche Dinge, die den Leuten so auffallen. Besonders oft geschieht das bei illegalen Müllabglagerungen, beschädigten Straßenschildern sowie kaputten Straßenlampen. Im letzteren Fall erfolgt die Erledigung meist innerhalb von zwei Arbeitstagen. Das hängt aber davon ab, zu wann die beauftragte Firma benötigtes Material beschaffen kann. Alle Meldungen im System sind öffentlich und können von allen eingesehen werden.

„Anonyme Hinweise sind nicht gelistet“, hebt der Fachbereichsleiter hervor. „Die bekommen wir auch meist direkt am Telefon oder im persönlichen Gespräch. Das Internet ist sicherlich ein Faktor, aber die Hauptarbeit passiert immer noch zu den Verwaltungszeiten. Viele Bürger pflegen den persönlichen Kontakt.“ Zudem gebe es oft Nachfragen zum Stand der gemeldeten Fälle.

Neben dem Internet ist der Fachbereich Ordnung und Sicherheit der Stadt Wolmirstedt sowieso rund um die Uhr erreichbar. „Das geschieht über unsere Rufbereitschaft, die gerade Behörden und Institutionen wahrnehmen“, sagt Dirk Illgas.