Barleben l Die Mitglieder des Gemischten Chors Concordia Barleben haben in den vergangenen Tagen eine Welle der Hilfsbereitschaft erlebt. Nachdem bekannt geworden war, dass die Sängerinnen und Sänger ab März keinen Probenraum mehr haben (Volksstimme berichtete), hat das Telefon beim Vorsitzenden Wilfried Knobbe kaum mehr still gestanden. „Ich bin über das große Echo sehr erfreut und auch ein wenig stolz“, sagt Knobbe. „So etwas habe ich noch nicht erlebt.“

Nachdem über die Probleme des Chors in der Volksstimme zu lesen war, haben sich Amtsträger und Vertreter von Institutionen, aber auch ganz normale Bürger, beim Vorsitzenden gemeldet und ihre Hilfe angeboten. „Das zeigt uns, dass wir den Menschen nicht etwa egal sind. Der Beitrag, den wir zum kulturellen Leben in der Gemeinde leisten, wird sehr wohl anerkannt und gewürdigt“, schätzt der Vorsitzende ein. „Ich bin allen sehr dankbar.“

Hilfe von vielen Seiten

So engagierten sich Ortsbürgermeister Claus Lehmann (Freie Wählergemeinschaft Barleben), Gemeinde-Bürgermeister Frank Nase (CDU) und die Verwaltung. „Von allen Seiten kamen Vorschläge und Hilfsangebote“, erläutert Knobbe. Auch Wolfgang Buschner, der Vereinsvorsitzende vom Mehrgenerationenzentrum in Barleben, hat zu den Sängern Kontakt aufgenommen.

„Wir werden uns am kommenden Montag zusammensetzen und miteinander über das Thema reden“, sagt Wilfried Knobbe. „Wir werden wahrscheinlich vom Probentermin am Donnerstag wegkommen, aber das sehe ich für die Mitglieder nicht als das große Problem an.“ Der Verein müsse in der Hinsicht halt flexibel sein und bekomme zudem gute Bedingungen.

Der Gemischte Chor Concordia trifft sich noch bis zum März in den Horträumen der Grundschule, danach sind dort Umbauarbeiten geplant. Das Chorsingen hat in Barleben eine lange Tradition. 1880 wurde ein Männergesangsverein gegründet. 1963 vereinigten sich der Männer- und der Frauenchor zum Gemischten Chor Concordia.