Barleben l Der Hals-Nasen-Ohrenarzt (HNO) Hans-Georg Vitzthum aus Magdeburg hatte das Einrichtungspersonal schon in den frühen Morgenstunden des gestrigen Donnerstags dazu im Gemeindesaal empfangen. Die Mitarbeiter traten dazu in mehreren Gruppen an, um auch hierbei den aktuellen Beschränkungen Genüge zu tun. Eine ähnliche Aktion gab es bereits in Halberstadt.

Begleitet wurde die Aktion von Vertretern des Bereichs Bürgerdienste der Verwaltung. Auch die Hortleiterin aus Barleben, Inken Schuchardt, war vor Ort. Sie hatte im Vorfeld den Kontakt zum durchführenden Arzt geknüpft. „Die Tests sind von langer Hand geplant worden, und zwar schon im Dezember“, sagte Pressesprecher Thomas Zaschke dazu. Seinerzeit gab es eine Anfrage des Bildungsministeriums von Sachsen-Anhalt, ob und wie viel Bedarf an Schnelltests bestehen würde.

Die Gemeinde hat daraufhin insgesamt 70 dieser Tests bekommen und sich um den durchführenden Arzt bemüht. Als optimaler Zeitpunkt wurde dann der auf den Dreikönigstag folgende Donnerstag ins Visier genommen. „Dabei wurde sichergestellt, dass eine große Zahl an Mitarbeitern an dem Test teilnehmen konnte“, erläuterte Zaschke weiter. Die Teilnahme an der Aktion ist übrigens auf freiwilliger Basis erfolgt.

„Für unsere Mitarbeiter aber auch die Eltern ist dieser Test eine gute und positive Sache“, schätzte Inken Schuchardt ein. „So haben wir die notwendige Sicherheit, dass es keine Probleme bei der Sicherstellung der augenblicklichen Notbetreuung gibt.“ Wünschenswert sei allerdings, dass auch die Kinder einen solchen Test absolvieren können. Das sahen etliche der zu der Aktion angetretenen Mitarbeiter ebenso. Die ganze Sache ging dabei recht schnell und unkompliziert über die Bühne.

Der HNO-Arzt führte einen Teststab in ein Nasenloch und nahm darüber einen Abstrich. „Das hat etwas gebrannt, war aber ganz gut auszuhalten“, schilderte die Hortmitarbeiterin Sandy Förster aus Barleben. Auch Jeannette Serin, ebenfalls vom Barleber Hort, empfand den Vorgang als hinnehmbar, wenn ihr auch hinterher die Augen etwas tränten. Innerhalb von zehn Minuten gab es die Ergebnisse und alle konnten beruhigt die Arbeit in den Kindereinrichtungen aufnehmen.

Die verwendeten Anti-Gen-Schnelltests hat das Land Sachsen-Anhalt zur Verfügung gestellt, was auch die finanzielle Komponente betrifft.

Die Verwaltung der Gemeinde wartet nun auf die nächste Landesverordnung, denn am Montag, 10. Januar, läuft die derzeitig gültige Anweisung aus. Daher könne auch im Augenblick noch niemand sagen, wie es dann in Sachen Notbetreuung weitergeht. „Geben wird es diese natürlich. Die Frage steht, ob beide Partner eine berufliche Systemrelevanz aufweisen müssen oder nur einer“, formuliert Thomas Zaschke. Die genauen Ausführungen seien letzten Endes Ländersache.

In jedem Fall werde die Gemeinde kurzfristig darüber informieren. Zaschke empfiehlt dazu die Internetseite https://corona.barleben.org/. Zu erreichen ist diese aber auch über einen Link auf der Gemeindeseite www.barleben.de. „Auf jeden Fall sind dort die notwendigen Unterlagen zu finden“, erklärt der Pressesprecher. Außerdem werden alle für Barleben relevanten Informationen zum Thema Corona zeitnah dort bekannt gegeben.