Zielitz (dei) l In Deutschland werden täglich 15.000 Blutspenden benötigt. Um für diesen Fall gewappnet zu sein und Hilfe zu geben, haben sich Bürger der Gemeinde Zielitz und Umgebung am vergangenen Montag dem freiwilligen Aderlass unterzogen.

Der Blutspendedienst des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) wird am Ende des Tages nach dreieinhalb Stunden vor Ort 76 Freiwillige in der Aula der Zielitzer Sekundarschule „Werner Seelenbinder“ gezählt und 38 Liter Blut eingesammelt haben. Das ist ein absoluter Rekord. Im Regelfall bewege sich die Zahl der Spender zwischen 30 und 40, wissen Insider, die in Zielitz regelmäßig dabei sind. Bemerkenswert: Am Montag haben sich auch sieben Erstspender einen halben Liter des kostbaren Lebenselexiers abzapfen lassen. Alle eint ein Ziel: Sie möchten Menschen helfen und spenden aus Überzeugung. Man könne ja durchaus selbst einmal auf Blutspenden angewiesen sein und wäre dann dankbar über fremde Hilfe.

Der Vorplatz vor der Aula ist bereits vor Eröffnung der Spendenaktion gut besucht. Der Blutspendedienst hat umfassende Sicherheitvorkehrungen getroffen. Hygienevorschriften werden befolgt, vorgegebene Abstände eingehalten. Spender und Fachpersonal tragen Mundschutz, Desinfektionsmittel für die Reinigung der Hände stehen bereit.

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Vor dem Stationsbetrieb steht das kontaktlose Fiebermessen an, dem sich alle Spender unterziehen. Auch die Zielitzer Melanie (40) und Oliver Bünz (39) gehören dazu. Dann geht es einzeln und in gebührendem Abstand zur Anmeldung. Dort werden persönlichen Daten überprüft, von Erstspendern erfasst, denn jede Spende muss exakt dokumentiert werden. Nach Feststellung wichtiger Gesundheitsdaten füllen die Spender einen Gesundheitsfragebogen aus. Ein Arzt bespricht mit den Freiwilligen den ausgefüllten Fragebogen, erhobene Gesundheitsdaten und entscheidet dann, ob eine Blutspende möglich ist.

Erst dann folgt die Blutentnahme. Melanie und Oliver Bünz haben den Test erfolgreich bestanden und sind bereit für den folgenden kleinen Pikser. Alles läuft unspektakulär, ruhig und professionell ab.

Was die Zahl der Erstspender angeht, sei noch Luft nach oben, meint Melanie Bünz. Vor allem die Altersgruppe der ab 18-Jährigen sei bislang noch zu wenig vertreten.

Der stärkende Imbiss nach dem Aderlass hat dieses Mal auf andere Weise stattgefunden. Statt dem gemeinsamen Dinieren überreichte die DRK-Ortsgruppe jedem Blutspender ein Lunchpaket für zuhause.

Als starke Kraft ist die Zielitzer Sportgruppe „Atemlos“ bei Blutspenden regelmäßig vertreten. „Ein Mitglied unserer Gruppe gehört zum DRK und so sind wir bestens über Spendentermine informiert“, erklärt Melanie Bünz.