Aussichtspunkt

Der Weg zum Hohen Stein zwischen Farsleben und Schricke ist für Wanderer frei

Fünf Jahre lange wurde auf der Deponie Bauschutt abgeladen. Nun ist sie begrünt und mit einem Aussichtspunkt versehen.

Von Gudrun Billowie
Den Aussichtspunkt Zum hohen Stein zeigte Papenburg-Niederlassungsleiter Carlo Hinze (r.) Bürgermeisterin Marlies Cassuhn (l.) sowie Vertetern von Kita, Feuerwehr und Webers Hof.
Den Aussichtspunkt Zum hohen Stein zeigte Papenburg-Niederlassungsleiter Carlo Hinze (r.) Bürgermeisterin Marlies Cassuhn (l.) sowie Vertetern von Kita, Feuerwehr und Webers Hof. Foto: Gudrun Billowie

Wolmirstedt - Wer auf dem Feldweg zwischen Farsleben und Schricke unterwegs ist, findet neuerdings einen Weg auf den höchsten Punkt einer Deponie. Die ist als solche nicht mehr erkennbar, Kornblumen und Mohn blühen, viele weitere Pflanzen wachsen, eine Streuobstwiese ist angelegt.

Renaturierung vom Gesetzgeber gefordert

Diese Renaturierung ist vom Gesetzgeber gefordert, für die Firma Papenburg hat Ökologin Britta Andritzke das Grün konzipiert. Das Areal heißt seit jeher „Zum hohen Stein“, deshalb hat Niederlassungsleiter Carlo Hinze dort einen Stein ablegen sowie einen Rastplatz anlegen lassen. Der Zielitzer Werkleiter Dr. Holger Hoppe steuerte die Idee eines Wegweisers bei, also ließ Hinze auch den anfertigen und nun wissen alle, dass es vom hohen Stein aus bis Berlin 120 und bis Wolmirstedt 4,5 Kilometer sind.

Auf dieser Deponie wurden von 2013 bis 2017 rund 40 000 Kubikmeter Steine, Gips, Lehm, Ziegelschutt, Asphalt eingelagert. Die mineralischen Stoffe sind nicht als gefährlich eingestuft, gelten als mäßig belastet, vor allem mit Salzen, die nicht ins Grundwasser dringen dürfen.

Wanderweg ist eingezäunt

Eigentlich dürfen Deponien zu diesem frühen Zeitpunkt der Renaturierung noch nicht betreten werden, doch aufgrund der großen Nachfrage aus der Bevölkerung haben sich Umweltbehörden und die Firma Papenburg auf einen eingezäunten Weg geeinigt. Als Gäste von Webers Hof, der Farsleber Feuerwehr und Kita am Hohen Stein verweilten, spendierte Papenburgs Niederlassungsleiter Carlo Hinze einen Scheck über je 500 Euro.