Fördermittel für Ausbau der letzten unsanierten Straße im Hohenwarsleber Ortskern

Der "Winkel" rundet die Dorfmitte ab

Von Maik Schulz

Über eine frohe Botschaft kurz vor dem Fest freut sich Hohenwarsleben. Dank eines Förderbescheids über gut 52000 Euro kann die Straße "Im Winkel" ausgebaut werden. Die Gesamtkosten betragen 97000 Euro. Baubeginn ist im März.

Hohenwarsleben l Jahre lang hatte die Gemeinde Hohenwarsleben und später die Ortschaft zusammen mit der Gemeinde Hohe Börde um den grundhaften Ausbau der Straße "Im Winkel" gekämpft. Die Mühen um die Sanierung der letzten Holperpiste im historischen Ortskern hat nun das Land belohnt. Förderfähige Anträge, eine gesicherte Finanzierung des Eigenanteils und die Dringlichkeit des Vorhabens haben den Ausschlag für die Fördermittelzusage gegeben.

Im neuen Jahr ist eine Anliegerversammlung geplant

Innerhalb eines Vierteljahres, also spätestens im März, sollen die Bauarbeiten beginnen, teilte gestern der hoch erfreute Ortsbürgermeister Bernd Richter mit. "Vor der Ausschreibung der zu vergebenden Bauleistungen werden wir mit dem Planer und dem Bauamt Hohe Börde eine Anliegerversammlung vornehmen, bei der sämtliche Baudetails vorgestellt werden und die Anwohner Vorschläge einbringen können. Dabei wird es auch um die Anpassung der von einigen Anliegern selbst gepflasterten Zufahrten gehen", erklärte Richter gestern.

Aufgrund des schlechten Zustands der Fahrbahn und der Gehwege sowie der daraus folgenden Unfallgefahren ist deren Erneuerung dringend erforderlich, hatte die Gemeinde im Förderantrag argumentiert. Auch die Straßenbeleuchtung und die Straßenentwässerung sollen im Zuge des Bauvorhabens erneuert werden.

Zwischen dem westlichen Straßenende und den bereits erneuerten Anschlussbereichen an die Karl-Marx-Straße soll der 100 Meter lange Straßenbereich - einschließlich der Anschlüsse an abzweigende Straßen - mit Betonstein-Verbundpflaster grundhaft ausgebaut werden. Am nördlichen Abzweig zur Karl-Marx-Straße soll die vorhandene Naturstein-Fläche wieder eingebaut werden. Ein neuer Regenwaserkanal wird gebaut, die Schächte des alten "Bürgermeisterkanals" sollen zurückgebaut und der "Bürgermeister- kanal" verdämmt werden.

Die Seitenbereiche werden ebenfalls neu gestaltet, neben der Anlage von Rasenflächen sollen ortstypische Bäume und Sträucher gepflanzt werden

Der Schmutzwasserkanal und die Trinkwasserleitungen waren bereits 2004 durch den WWAZ erneuert worden.

Ortsbürgermeister erinnert an die Investitionen im Jahr 2013

"Die Fördermittelzusage ist das I-Tüpfelchen auf unsere erfolgreichen Bemühungen, das Erscheinungsbild unseres Dorfes zu verbessern", erklärte Ortsbürgermeister Bernd Richter. Damit können die Ortschaft und die Gemeinde die rege Investitionstätigkeit in Hohenwarsleben fortführen.

2013 konnten Bernd Richter zufolge unter anderem neue Parkplätze am Feuerwehrhaus gebaut und ein Verbindungsweg zwischen der Kindertagesstätte und dem Feuerwehr- gelände gepflastert werden.

Für insgesamt 27000 Euro wurden auf dem Spielplatz im Wohnpark "Hohe Börde" ein neues attraktives Spielgerät errichtet und vorhandene Spielgeräte wie die Rollenseilbahn ertüchtigt. Der Sportplatz wurde begradigt und habe zudem eine Maulwurfsperre bekommen. Neuer Rasen ist ebenfalls angesät worden. Die Bushaltestelle am Wohnpark ist 2013 generalüberholt worden. Die Mitglieder des Sportvereins haben in Eigeninitiative das Bushäuschen an der Irxleber Straße gemalert.