Rogätz l Der Elbebadetag ist eine Institution und längst über die Kreisgrenze hinaus bekannt. Festbesucher – Familien, Freunde, Einheimische und auch Gäste – nutzen den beschaulichen Ort am Elbufer für eine willkommene Auszeit. Radfahrer machen hier gern eine Pause, bevor sie mit der Fähre über die Elbe setzen.

Dieser Trend hat sich bei der 13. Auflage des Badetages fortgesetzt, wie die große Resonanz unterstreicht. Gäste aus ganz Deutschland waren angereist. Die Veranstalter, die Gemeinde Rogätz in Zusammenarbeit mit der Wasserwacht des DRK, der Feuerwehr und den Vereinen erlebten erneut regen Zulauf. Im vergangenen Jahr waren es um die 500 Besucher. Knapp 170 Wagemutige durchschwammen dabei die Elbe. In diesem Jahr zählten die Organisatoren etwa 600 Besucher und 313 Schwimmer. Die jüngsten Teilnehmer waren acht Jahre jung. Die älteste Schwimmerin brachte es auf stolze 82 Jahre.

Retter kreuzen mit Booten

Erfahrene Sicherungskräfte wachten in der Zeit von 10 bis 17 Uhr mit Argusaugen über die entschlossenen Schwimmer, die sich in die Elbe stürzten, um vom Ost- ans Westufer zu gelangen. Die Fähre war im Dauereinsatz, schipperte nicht nur Schwimmer über den Fluss. Auch zahlreiche Fahrradtouristen und Kraftfahrzeuge nahmen den kurzen Weg, um am anderen Ufer ihre Touren fortzusetzen.

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Trotz des Niedrigwassers hat der Elbstrom durchaus seine Tücken. Rettungsschwimmer des DRK und die Freiwillige Feuerwehr Rogätz kreuzten daher mit mehreren Booten auf dem Fluss und begleiteten die Schwimmer bis zum Ziel. Wagemutige Kinder, die den Fluss durchschwammen, erhielten ebenso wie die „Großen“ eine Teilnehmerurkunde.

Das Wetter am Sonntag meinte es gut mit den Veranstaltern. Kaum Wolken und viel Sonnenschein boten nahezu perfekte Bedingungen für ein Bad in der gut 24 Grad warmen Elbe, die einen Wasserstandswert von knapp 2,50 Meter aufwies. Für die Schwimmer blieb trotz des derzeit recht niedrigen Pegelstandes noch genug Wasser unterm Bauch. Bis zur Fahrrinne hieß es Fußmarsch, danach Schwimmen. Gegen 17 Uhr endete das Badevergnügen, bis in die Abendstunden saßen die Menschen am Fähranleger zusammen und verbrachten eine entspannte Zeit.

Bürgermeister Wolfgang Großmann, gleichzeitig ein Ideengeber für diese Großveranstaltung, zeigte sich mit der Resonanz sehr zufrieden. „Ich glaube, wir haben wieder eine schöne Veranstaltung organisiert“, bedankte sich das Dorfoberhaupt bei allen engagierten Mitwirkenden – den Frauen von Concordia Rogätz, dem Wassersportverein, den Heimat- und Kulturfreunden, den Mitgliedern des DRK, der DRK-Wasserwacht Börde und Kameraden der Rogätzer Feuerwehr, die in Summe mit 25 Einsatzkräften vor Ort waren, um für die Sicherheit aller Beteiligten zu sorgen. Gleichzeitig lud er schon für den Elbebadetag 2019 ein, der wieder wie gewohnt am zweiten Sonntag im Monat August im Veranstaltungskalender steht.