Wolmirstedt l Martin Stichnoth, Wolmirstedter Bürgermeister, empfing Amtskollegen der Kommunen, die 2016 ein gemeinsames Energieeffizienz-Netzwerk ins Leben gerufen haben, zur Vertragsunterzeichnung im Rathaus. Ihre Kommunen repräsentierten Franz-Ulrich Keindorff (Barleben), Erika Tholotowsky (Niedere Börde), Mathias Weiß (Oebisfelde-Weferlingen), Bernd Köppen (Möser). Katja Sonntag (Elbe-Heide) und für die Stadt Wolmirstedt Martin Stichnoth.

Treffen in Wolmirstedter Rathaus

Schwerpunkte des „Energieeffizienz Netzwerkes Mittelland“, dem die Gemeinde Barleben als Initiator, die Gemeinde Niedere Börde, die Verbandsgemeinde Oebisfelde-Weferlingen, die Gemeinde Möser, die Verbandsgemeinde Flechtingen und die Stadt Wolmirstedt angehören, sind unter anderem die Erstellung von detaillierten Straßenbeleuchtungskatastern, die Erstellung von Energieausweisen für öffentliche Gebäude sowie die Unterstützung bei der Beantragung von Fördermitteln für Energieeffizienzmaßnahmen.

Um die einzelnen Projekte innerhalb des Netzwerkes für alle beteiligten Kommunen permanent fortzuführen, haben die Netzwerkpartner die Einführung eines Interkommunalen Energiebeauftragten beschlossen und vor Kurzem eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet. Ziel ist es, die kommunalen Gesamtenergiekosten zu senken und somit eine Verbesserung der Liquidität zu bewirken.

Energiekosten sollen sinken

Für seine dreijährige Arbeit steht dem Energieeffizienz-Netzwerk Mittelland (EEN) eine Zuwendung in Höhe von 195.000 Euro vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle zur Verfügung. Zuzüglich der Eigenmittel bewegt sich das Gesamtbudget in einer Höhe von schlussendlich 330.000 Euro.

Das EEN werde wissenschaftlich begleitet von der RKW Sachsen-Anhalt GmbH, ein Unternehmen, das zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Politik agiere und dessen Kernkompetenzen der Wissenstransfer und die Vermittlung ausgewiesener Fachexpertisen seien, informirten die Amtsträger der beteiligten Kommunen.

Energiebeauftragter geplant

Ziel des Energieeffizienznetzwerkes für Kommunen sei es, die Gesamtenergiekosten aller Netzwerkpartner zu senken und somit direkt eine Verbesserung der Liquidität zu bewirken. Vor dem Hintergrund der Umweltbelastung will das Netzwerk eine Reduzierung der CO²-Immissionen um zehn Prozent erreichen. Im Rahmen der Netzwerkmoderation des Energieeffizienznetzwerkes für Kommunen wurde der Bedarf an einer interkommunalen Ressource eines energieverantwortlichen Mitarbeiters ermittelt, um die Projekte und Ergebnisse des Netzwerkes zu verstetigen und permanent fortzuführen.