Wellen l Zu den heiß diskutierten Fragen in Wellen gehört momentan auch die nach der Gestaltung des Osterfeuers. „Es möchte keiner die Tradition des Osterfeuers abschaffen, aber wir müssen uns überlegen, dass wir den Umfang einschränken“, erklärt René Stürmer als stellvertretender Ortsbürgermeister. Der Grund, dass diese Überlegungen aufkamen, hängt am Geld: Die Asche des Osterfeuers muss nach dem Vergnügen entsorgt werden und die Kosten dafür hat neuerdings der Veranstalter zu tragen. Diese Kosten sind nicht unerheblich, da die Asche als Sondermüll betrachtet wird. René Stürmer spricht von 250 Euro je Tonne. „Das kann bei der Menge Asche, die in den vergangenen Jahren bei uns angefallen ist, keiner mehr tragen“, ergänzt er und weiß, dass der Nachweis zur Ascheentsorgung erbracht werden muss.

Andererseits regiert aber in Wellen das Gewohnheitsrecht. Das heißt, auf dem Gelände der ehemaligen Badeanstalt wird im Vorfeld reichlich Grünschnitt, aber auch anderes Material, das eigentlich nicht in einem Osterfeuer verbrannt werden darf, abgeladen. So ist der Osterfeuerberg auch in den vergangenen Wochen beträchtlich gewachsen. „Das Abladen ist aber größtenteils unerlaubt geschehen“, erklärt René Stürmer und verweist darauf, dass es sich um eine gemeindeeigene Fläche handelt, auch wenn das Gelände problemlos befahrbar und nicht durch Zäune abgeschlossen ist.

Praktikable Lösung muss her

Der Wellener Ortschaftsrat ist in enger Zusammenarbeit mit der örtlichen Feuerwehr und dem Feuerwehrförderverein bestrebt, in Kürze eine praktikable Lösung zu finden. So sollen nach Aussage von René Stürmer auch Termine bekanntgegeben werden, an denen dann Brenngut kontrolliert am Osterfeuerplatz angenommen wird. „Solange aber hat das Abladen von Grünschnitt und anderen Materialien auf der Osterfeuerfläche zu unterbleiben“, formuliert er die Bitte des Ortschaftsrates. Die kontrollierte Annahme von Grünschnitt für das Osterfeuer wird wohl auch in den kommenden Jahren Usus werden.

Bei genauer Betrachtung des jetzt bereits vorhandenen Osterfeuerhaufens weiß René Stürmer bereits, dass die Gruppe von fleißigen Helfern, die bei der Aktion „Wellen putzt sich“ am 8. April an der ehemaligen Badeanstalt eingesetzt ist, reichlich zu tun hat. Sie soll das Osterfeuer für das Verbrennen am darauffolgenden Wochenende vorbereiten und wird wohl einiges noch zu Tage befördern, was nicht verbrannt werden darf. Ein Stuhl, aber auch Laminat, sind bereits jetzt deutlich sichtbar.