Irxleben l Lebenswert, ländlich, modern – diese Attribute treffen auf die Entwicklung in der Gemeinde Hohe Börde zu. Die Dörfer mausern sich. Und der Wunsch, hier sesshaft zu werden. Mit der Resterschließung des genannten Gebietes geht für künftige Bauherren der Traum vom eigenen Haus in Erfüllung. Außerdem bekommt ein langjährig brachliegendes Grundstück ein neues Gesicht. Es wird nach seiner Bebauung die Ortschaft auch optisch sehenswerter machen.

Steffi Trittel, Bürgermeisterin der Gemeinde Hohe Börde, begrüßt am Freitagnachmittag Bauherren, Ortschafts- und Gemeinderäte sowie bauausführende Firmen und Planer, die sich dem Anlass angemessen, zu einer kleinen Feierstunde am Schnarsleber Weg eingefunden haben. Gemeinsam mit Kindern des entstehenden neuen Wohngebietes wird der symbolische Scherenschnitt zur Freigabe der Straße vollzogen. Die versammelte Menge lässt sich vom strömenden Regen nicht abhalten und erfährt Eckdaten zur Resterschließung.

Am 4. Mai dieses Jahres hat die Gemeinde den Auftrag an ein regionales Unternehmen erteilt. Am 1. Juni sind die Arbeiten in Angriff genommen, am 7. Oktober zu Ende gebracht worden. 488795,57 Euro inklusive Planung sind für die Baumaßnahme aufgewendet worden. Als Leistungen wurden Kanalbauten für Trink-, Schmutz- und Regenwasser erbracht, die Strom- und Gasversorgung realisiert, die Straße gebaut und mit Straßenbeleuchtung versehen sowie die Breitbandversorgung sichergestellt. Die fertiggestellte Straße führt durch das Wohngebiet und kann ab sofort genutzt werden. Die Häuslebauer haben nun freie Bahn zu ihren Grundstücken und können beginnen, ihre Bauvorhaben in die Tat umsetzen.

Hatte der Bauboom der 90-er Jahre für zahlreiche Neuansiedlungen in der Gemeinde gesorgt, war er in den 2000-ern etwas abgeflacht. In der jüngeren Vergangenheit ist das Interesse am Leben im ländlichen Raum wieder deutlich gestiegen. „Im Zuge der Dortfentwicklung ist es uns gelungen, das Grundstück Am Schnarsleber Weg, das seit 1997 als Bauland ausgewiesen war, jetzt tatsächlich mit neuem Leben zu erfüllen“, erklärt der stellvertretende Irxleber Ortsbürgermeister und Gemeinderatsmitglied Jörg Stern.

Mehrfach waren Überlegungen, das Bauland seiner Bestimmung zuzuführen, verworfen worden. Dann entschied sich die Gemeinde nach reiflicher Überlegung, die Erschließung in eigene Hände zu nehmen. Das Interesse an Irxleben sei gegeben, die Nachfrage an Baugrundstücken groß gewesen. Innerhalb kürzester Zeit seien alle Bauparzellen verkauft worden.

„Irxleben ist eine funktionierende Ortschaft. Wir haben ein hervorragendes Schulzentrum mit angrenzender Sporthalle und eine moderne Kindertagesstätte. Bald werden wir über ein Einkaufszentrum mitten im Ort und einen Kinderspielplatz, für den die Fördermittel bestätigt worden sind, verfügen“, sieht Ortsbürgermeister Jürgen Kebernik (CDU) das Dorf auf bestem Wege. Außerdem werde ein Kreisverkehr errichtet.

„Wir sind natürlich sehr froh, dass wir den Bauherren hier eine Heimat bieten können. Ich habe zu meinen Sprechstunden viele Menschen begrüßt, die um Beratung nachgesucht haben. Als besonders positiv empfinde ich, dass etliche Bauherren von hier stammen“, so der Ortsbürgermeister.

„Wir haben den Anspruch, eine familienfreundliche Gemeinde zu sein. Schön zu sehen, dass sich junge Leute hier niederlassen werden, für die wir als Gemeinde etwas haben tun können“, weist Jörg Stern auf die positive Entwicklung in Irxleben hin.