Groß Ammensleben l Das EU-Förderprogramm „Leader“ ist gerade in die neue Förderphase bis 2020 gestartet. Zu den geförderten Projekten zählt auch die Sanierung der ehemaligen Klosterkirche „Sankt Peter und Paul“ in Groß Ammensleben. Wie die Lokale Aktionsgruppe (LAG) Colbitz-Letzlinger Heide in einer Pressemitteilung informiert, habe das Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt nun die erste Genehmigung für einen „vorzeitigen Maßnahmebeginn“ erteilt. Mit anderen Worten: Mit der Sanierung von „Sankt Peter und Paul“ in Groß Ammensleben könne unverzüglich begonnen werden.

„Das Bruchsteingemäuer der Klosterkirche aus dem 12. Jahrhundert – sie ist ein Kleinod an der sachsen-anhaltischen Touristenroute ‚Straße der Romanik‘ und seit zehn Jahren Station an der ‚europäischen Kulturstraße‘ – muss unbedingt trockengelegt und instand gesetzt werden“, heißt es von der LAG.

Feuchte Mauern

Im Inneren seien die Durchfeuchtungen zum Teil raumhoch. Großflächig seien Risse erkennbar, und der Putz platze in Schollen ab. „Das bedeutende Bauwerk braucht Hilfe. Es muss gehandelt werden“, betont die Aktionsgruppe.

Die katholische Pfarrei „Sankt Christopherus“ könne die Sanierung jedoch nicht allein stemmen, sie sei dabei auf finanzielle Unterstützung angewiesen, heißt es weiter. Als Baukosten wurden laut Mitteilung rund 314 000 Euro veranschlagt. Davon sollen mehr als 250 000 Euro mit Mitteln aus dem „Leader“-Programm der Europäischen Union gefördert werden. Noch in diesem Jahr müsse die Maßnahme allerdings abgeschlossen sein, laute die Auflage.

„Das Landesverwaltungsamt hat bei seiner Entscheidung für ein Projekt die Anträge von Privaten und Vereinen bevorzugt geprüft“, informiert LAG-Manager Wolfram Westhus. Kommunen hingegen haben seiner Aussage nach für die Umsetzung ihrer genehmigten Projekte das ganze kommende Jahr Zeit.