Eichenbarleben l „Wir konnten in Erfahrung bringen, dass es im Landkreis Börde keine ältere Feuerwehr als unsere gibt“, erklärt Michael Teichert als Ortswehrleiter der Eichenbarleber Feuerwehr. Die Gründung der Feuerwehr liegt inzwischen 160 Jahre zurück. Die Recherchen, ob die Wehr bezüglich des Alters auch in Sachsen-Anhalt an der Spitze liegt, laufen noch. „Auf jeden Fall gehören wir zu den Ältesten“, ist sich der Ortswehrleiter sicher.

Abgeschlossen haben wollen die Eichenbarleber Feuerwehrkameraden und die Mitglieder des Feuerwehrfördervereins ihre Recherchen am Pfingstwochenende im Mai. Dann nämlich wollen sie anlässlich ihres Feuerwehr-Geburtstags-Festes möglichst eine klare Aussage diesbezüglich treffen. Aber eigentlich ist es egal, ob sie die älteste oder eine der ältesten Wehren haben, allein das 160-jährige Bestehen gibt Anlass genug, drei Tage mit Gästen aus dem Ort und aus der Umgebung zu feiern. Schon vor Monaten hat sich ein Festkomitee zusammengefunden und feilt nun regelmäßig im viertägigen Rhythmus an den Feinheiten im Festprogramm für die Tage vom 18. bis zum 20. Mai.

Festumzug wird der Höhepunkt

„Zu den Höhepunkten zählt mit Sicherheit unser Festumzug, der am Festsonnabend um 10 Uhr beginnt“, sagt Marcel Wischeropp, der im Festkomitee mitarbeitet. Außerdem ist für diesen Tag auch eine große Technikausstellung, die nicht nur Feuerwehrtechnik beinhaltet, auf dem Festgelände rund um das Feuerwehrgerätehaus geplant. Nach Ankündigung der Feuerwehrkameraden wird beispielsweise auch der Rettungshubschrauber Christoph 36 erwartet. Aber auch die Rettungskräfte von der Berufsfeuerwehr Magdeburg und von anderen Feuerwehren des Landkreises, vom Deutschen Roten Kreuz, vom Technischen Hilfswerk sowie die Bereitschaftspolizei sind angefragt beziehungsweise haben teilweise schon zugesagt.

Der Start des Festes soll am Abend des Freitags, 18. Mai, mit einem Fackelumzug erfolgen. Begleitet wird der Zug durch das Dorf von der Schalmeienkapelle der Erxleber Feuerwehr. Eine Disko mit Lasershow und ein Höhenfeuerwerk am Sonnabend sowie ein Frühschoppen mit musikalischer Umrahmung am Sonntag zählen die Mitglieder des Festkomitees als weitere Höhepunkte auf.

Dass die Eichenbarleber Feuerwehr sich durchaus in der Organisation eines schönen Festes versteht und auch feiern kann, hat sie vor zehn Jahren bewiesen, nachdem die Kameraden ermittelt hatten, dass ihre Vorfahren vor genau 150 Jahren die Wehr ins Leben gerufen hatten und sich seither im kameradschaftlichen Miteinander um den Brandschutz im Dorf kümmerten. Dem soll das Fest in diesem Jahr in Nichts nachstehen.