Mose l Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Mose sind 2018 zu insgesamt 25 Einsätzen gerufen worden. Wie Ortswehrleiter Thomas Nagel am Sonnabend präzisierte, war darunter eine Brandsicherheitswache. Dreimal war die Technische Hilfeleistung der Kameraden aus Mose gefragt, das Gros bildeten jedoch 21 Brandeinsätze. Allerdings, so erklärte Thomas Nagel, würden darunter auch die Alarmierungen durch Brandmeldeanlagen mitgezählt werden, die sich auch als Fehlalarm entpuppen können. „Aber es ist besser, wir fahren einmal umsonst, als einmal zu wenig“, sagte der Ortswehrleiter.

An dieser Stelle befindet sich jedoch ein wunder Punkt der Moseraner Feuerwehr, der während der Versammlung für Emotionen sorgte. Durch ihr Engagement, auch in der Kinder- und Jugendabteilung, hat es die Wehr geschafft, die Zahl ihrer Mitglieder innerhalb der vergangenen fünf Jahre fast zu verdoppeln. Waren es 2014 nur noch sechs aktive Kameraden, sind aktuell elf Brandhüter einsatzbereit. Doch schrillt der Alarm, können nicht alle zum Einsatzort transportiert werden. Das Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF-W) hat nur Platz für sechs Personen. Im Ernstfall muss der Wehrleiter Kameraden wieder nach Hause schicken. „Das tut mir weh“, sagte Thomas Nagel.

Fahrzeug wird später ausgemustert

Die Hoffnung auf ein neues Fahrzeug sei am 16. Oktober 2018 vorerst genommen worden. An diesem Tag hatten die Kameraden erfahren, dass die bis dato gültige Prioritätenliste der Stadtfeuerwehr durch einen neuen Plan ersetzt wurde.

Das 1998 in Dienst gestellte TSF-W soll nun voraussichtlich erst 2023 ausgemustert werden – fünf Jahre später als gedacht.

Ein weiteres Problem der Feuerwehr in Mose sei der Platzmangel im Gerätehaus. „Es besteht dort eine große Unfallgefahr“, erklärte Andrea Nagel. Sie betreut die 2014 gegründete Kinderfeuerwehr. Zu den „Firekids Mose“ gehören aktuell sechs Kinder. Die Jugendwehr unter Leitung von Roman Schulze zählt sieben Mitglieder. Eine Lösung für die Probleme der Ortswehr wurde zwar auf der Versammlung auf die Schnelle nicht gefunden – Thomas Nagel sei es jedoch wichtig gewesen, die Themen noch einmal anzusprechen.

Ernennung in höhere Dienstgrade

Zu den Gästen gehörten auch Vertreter der anderen Ortsfeuerwehren, des Ortsrates, der Verwaltung sowie der stellvertretende Wolmirstedter Bürgermeister Marko Kohlrausch. Bevor mit einem gemeinsamen Abendessen der gemütliche Teil der Veranstaltung begann, wurden noch drei Kameraden in einen höheren Dienstgrad befördert: Pascal Zucht zum Feuerwehrmann, Michelle Maiwald zur Oberfeuerwehrfrau und Roman Schulze zum 1. Hauptfeuerwehrmann.