Niederndodeleben l Aufregung hat an einem Nachmittag auf dem Hof eines Unternehmens am Stadtberg in Niederndodeleben geherrscht. Ein Gabelstaplerfahrer hatte mit der Gabel seines Fahrzeugs ein Fass beschädigt, Flüssigkeit lief aus. Infolgedessen war der Fahrer ohnmächtig geworden. Irgendwie erreichte er aber die Hupe des Staplers, so dass seine Kollegen in der Halle alarmiert wurden. Kennzeichen an dem Fass ließen sie von Gefahrgut ausgehen. Sie brachten den Fahrer in Sicherheit und alarmierten die Feuerwehr sowie den Rettungsdienst.

Schnell aber war klar: Die Szenerie des Gefahrgutunfalls war nachgestellt. Es handelte sich um eine Einsatzübung, die der Niederndodeleber Ortswehrleiter Stefan Libbe mit der Geschäftsleitung des Unternehmens geplant hatte.

Schon kurz nach der Alarmierung begannen die Niederndodeleber Kameraden mit der Lageerkundung und dem Aufbau einer Löschwasserversorgung. Kameraden aus dem benachbarten Irxleben rückten mit dem neuen, speziell bestückten Gerätewagen Logistik und die Führungsgruppe der Gemeindefeuerwehr mit dem Einsatzleitwagen an. Die Führungsgruppe wird bei Einsätzen größeren Ausmaßes zur Unterstützung der Einsatzleitung vor Ort grundsätzlich mitalarmiert. Insgesamt waren etwa 20 Kameraden am Einsatzort.

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Schnelle Reaktion

Mithilfe von Datenblättern des Unternehmens, Nachschlagewerken der Feuerwehr sowie Zusatzinformationen der Leitstelle wurde umgehend ermittelt, welcher Stoff sich in dem Fass befand und welche Gefährlichkeit dieser hatte. Da es sich um Verdünnung handelte, konnten die Feuerwehrleute in einfacher Schutzkleidung vorgehen, um das Leck im Fass abzudichten und weiteres Auslaufen der Flüssigkeit zu verhindern.

Nach einer Stunde war die Übung beendet und die Beobachter konnten den Kameraden bescheinigen: Übungsziel erreicht. Nach Aussage von Stefan Libbe wird diese Einsatzübung, bei dem auch das Zusammenspiel mit den „betroffenen“ Unternehmen geübt wird, für die Niederndodeleber Kameraden sicher nicht die letzte dieses Jahr gewesen sein.