Eichenbarleben/ Bornstedt l Sich einmal 24 Stunden zu beweisen und ähnlich einer Berufsfeuerwehr zuarbeiten, kann äußerst spannend sein. Das empfanden zwölf Mädchen und Jungen von den Jugendfeuerwehren aus Eichenbarleben und Bornstedt, als sie jüngst ihren Berufsfeuerwehrtag durchführten und für 24 Stunden ihre „Zelte“ im Eichenbarleber Feuerwehrdomizil aufschlugen. Damit erlebte die gute Zusammenarbeit beider Jugendfeuerwehren, die bereits seit langer Zeit umgesetzt wird, einen weiteren Höhepunkt.

Insgesamt zehn Betreuer und Helfer hatten sich in der Vorbereitung für die 10- bis 16-Jährigen allerhand einfallen lassen. Der geheime Einsatzplan stand, so dass gleich nach dem Bettenaufbau die erste Alarmierung erfolgen konnte. Bei insgesamt acht Einsätzen konnten die Nachwuchsblauröcke beweisen, wie gut sie im Team kooperieren, um die Aufgaben abzuarbeiten und zu lösen.

Lob für den Nachwuchs

Jene Aufgaben waren vielfältig. Mal galt es in Brand geratene Mülltonnen zu löschen, mal ging es nach Bornstedt, um eine Person aus einer Notlage zu befreien, im Park in Eichenbarleben musste ein Tier gerettet werden. Zudem beschäftigte die jungen Kameraden ein Flächenbrand, eine verunreinigte Fahrbahn sowie eine unklare Rauchentwicklung, die sich dann aber als angemeldetes Gartenfeuer herausstellte. Bei der Rettung einer Person von einem Garagendach kamen auch die in Hermsdorf stationierte Drehleiter und der Rettungsdienst zum Einsatz. „Wir bedanken uns für die Unterstützung und auch dafür, dass wir die Mannschaftstransportfahrzeuge von Hermsdorf und Irxleben nutzen konnten“, erklärte Marcel Wischeropp, Betreuer der Eichenbarleber Jugendfeuerwehr, der den 24-Stunden-Dienst maßgeblich mit vorbereitet hat. Bei der Umsetzung ihrer Pläne wurden die Betreuer und Helfer von weiteren Kameraden unterstützt.

„Die Einsätze sind gut gelaufen. Ihr seid von Mal zu Mal besser geworden“, konnte Kristin Grübner von der Bornstedter Feuerwehr gegenüber „ihren“ Schützlingen bilanzieren, als das letzte Feuer gelöscht war. Dabei galt es auf dem Osterfeuerplatz in Bornstedt einen brennenden „Schuppen“ zu löschen. Die Handgriffe saßen, die Betreuer und Helfer mussten nur noch wenig Hilfestellung geben. Besonders aus den Auswertungen der Betreuer, die sich an jeden Einsatz anschlossen konnten die Kinder viel lernen und es gleich im Folgeeinsatz anwenden.

Die Freizeit zwischendurch wurde intensiv genutzt beispielsweise zum Kartenspielen, Ballspielen oder Toben auf dem Spielplatz. Doch die jungen Brandschützer waren auch gefordert. So ging es in einer Ausbildungseinheit um die Erste Hilfe. Zwei Jugendfeuerwehr-Mitglieder bekamen die Möglichkeit, die „Jugendflamme Stufe 1“ abzulegen, und bestanden die Prüfung mit Bravour.