Meitzendorf l Für die Führungskräfte der Gemeindefeuerwehr Barleben stand jüngst eine Sonnabendsfortbildung im Feuerwehrhaus Meitzendorf an. Da sich eine geringe Teilnahme abzeichnete, wurden kurzfristig auch Führungskräfte der Nachbargemeinde Niedere Börde eingeladen.

Gegen 9 Uhr konnte Steven Kraft, Verantwortlicher für die Aus- und Fortbildung der Gemeindefeuerwehr Barleben, neben den Führungskräften ab Gruppenführer aufwärts auch Abschnittsleiter Dirk Bischoff sowie die Dozenten des Fortbildungstages begrüßen. Begonnen hat Andreas Eberlein, Leiter des Sachgebietes „Fortbildung Spezialeinheiten“ der Polizei Sachsen-Anhalt. Er referierte über die Gewalt gegen Einsatzkräfte.

Übung mit Messgeräten

Während der zwei Unterrichtsstunden hatte er die Kameraden immer wieder in das Gespräch mit eingebunden und thematisierte den Anfang der Gewalt gegen Helfer, die Aufgaben und Probleme, welche daraus erwachsen, sowie die Möglichkeiten und Mittel der Deeskalation.

Anschließend sprach Sebastian May, Gemeindewehrleiter der Niederen Börde und Fachlehrer am Institut für Brand- und Katastrophenschutz, über Mehrgasmessgeräte im Feuerwehreinsatz. Beginnend vom Aufbau des in der Gemeinde Barleben genutzten Messgerätes, über die Arbeitsweise und Einsatzmöglichkeiten, kam er zur Auswertung der Messergebnisse. Dabei ist es für Führungskräfte wichtig, die entscheidenden Daten vom vorgehenden Trupp übermittelt zu bekommen, um diese korrekt zu deuten. Mit Rechnungsbeispielen wurde die korrekte Anwendung deutlich. Nach der Thematik Pflege und Wartung des Gerätes war Zeit für Fragen und die Kameraden stärkten sich bei einem gemeinsamen Mittagsessen.

Den Abschluss der Führungskräftefortbildung bildete ein Planspiel, welches Dörthe Schulze, Verbandsführerin in der Niederen Börde und Fachlehrerin am Institut für Brand- und Katastrophenschutz, leitete. Gemeldet wurde ein Gebäudebrand, zu dem die Gemeindefeuerwehr Barleben alarmiert wurde. Der Gruppenführer des ersteintreffenden Löschgruppenfahrzeuges bestätigte das Stichwort und musste Erstmaßnahmen zur Menschenrettung einleiten. Als nachrückende Einsatzkräfte eintrafen, wurde die Einsatzstellenübergabe an einen Zugführer durchgespielt. Er musste weitere Maßnahmen durchführen – unter anderem die Einsatzabschnittsbildung. Nach der detaillierten Auswertung der Gefahrenabwehr konnten die Führungskräfte mit einem Mehrwert in ihrer Führungsqualität in das Wochenende starten.