Wolmirstedt l Der neue Flächennutzungsplan der Stadt soll bis 2030 gelten. Der Vorentwurf liegt bis zum 5. Februar im Rathaus aus. Zum Plan gehört eine ausführliche Beschreibung des Zustandes der Stadt. Unter anderem ist darin aufgeführt, dass es aufgrund der Bevölkerungsstruktur immens bedeutsam ist, junge Menschen und damit qualifizierte Arbeitskräfte zu binden, auch anerkannte Flüchtlinge. In anderen, gerade in den kleineren Ortschaften, so heißt es, „sind die Haltekräfte am Ort durch die Eigentumsbindung deutlich stärker ausgeprägt, als erwartet.“ Heißt im Klartext: Wer ein Haus gebaut hat, bleibt womöglich bis zum Lebensende dort. Gerade deshalb sei es auch für Wolmirstedt sehr wichtig, bedarfsgerechten Wohnraum beziehungsweise Bauflächen zur Verfügung zu stellen.

Neben den bereits vorhandenen Einfamilienhausgebieten sollen langfristig weitere zur Verfügung gestellt werden. Ganz vorn steht dabei das ehemalige Krankenhausgelände. Wie es letztendlich genutzt werden soll, darüber sind sich Stadtrat und Verwaltung noch nicht einig. Wird sich für den Einfamilienhausbau entschieden, sind dort 20 Bauplätze möglich.

Platz für 85 Häuser

Auch am Birkenweg, der ehemaligen Lederfabrik in der Angerstraße, im Norden der Schachtstraße, auf dem Gelände des Stadion des Friedens am Bauernweg und an der Magdeburger Straße in Elbeu könnten künftig Einfamilienhäuser stehen. Werden all diese Flächen bebaut, könnten darauf etwa 85 Häuser wachsen. Doch auch dann wird der erwartete Bedarf noch immer nicht gedeckt sein.

Die Bauflächen am Bauernweg und in Elbeu sind Kleingartenanlagen. Dort soll es keine kurzfristigen Änderungen geben. Mittelfristig bestehe jedoch ein erheblicher Überhang des Angebots an Kleingärten. Bei Neuverpachtungen soll darauf geachtet werden, dass dort, wo gebaut werden könnte, keine Gärten mehr vergeben werden. Ob die Fläche der ehemaligen Lederfabrik in der Angerstraße einmal bebaut wird, ist noch unklar. Die Eigentümer haben noch nichts erschlossen.