Wolmirstedt l „De Fruendag off Plattdütsch“ (Der Frauentag auf Plattdeutsch) war das Thema des vergangenen Treffens der Freunde plattdeutscher Sprache in Wolmirstedt. Dabei sollte es vor allem um das Leben der früheren Landfrauen gehen, wie Leiter Werner Schierhorn bei der Begrüßung klarstellte.

Dazu las er das Gedicht „Die Mutter geht aufs Feld“ von Hedwig Gorges, einer ehemaligen Plattdeutsch-Autorin aus Klein Santersleben, vor. Darin geht es um die Arbeit der Landfrauen, die nicht nur für die Kinder zu sorgen hatten, sondern auch die Felder zu bestellen hatten und für das Ernähren der Familie zuständig waren. So kam die Autorin zu dem Schluss, dass kein Mann sich vorstellen könne, wie schwer die Arbeit für eine Frau „draußen auf dem Feld“ sei.

Reger Austausch

Im Anschluss kam es zu einer regen Diskussion, so erinnerten sich einige Teilnehmer beim Zuhören des Gedichts an diese Zeit zurück, einzige Voraussetzung: jede Anfrage musste auf Plattdeutsch gestellt werden.

Wie üblich gab es zu diesem Treffen eine gemütliche Kaffeerunde. Den Kuchen hatte an diesem Tag Hertha Tope aus Neuenhofe mitgebracht. Grund war ihr 80. Geburtstag, zu dem ihr vor Ort ausgiebig gratuliert wurde. Während des Essens wurde sich angeregt auf plattdeutsch unterhalten, dabei kamen auch aktuelle Themen auf den Tisch.

Zum Abschluss des Nachmittags wurden Lieder auf Plattdeutsch gesungen, vor allem das Lied von der „Kuh des Pastoren“ begeisterte die Runde, die sich zahlreich im Museum in Wolmirstedt versammelt hatte. Die Treffen zur Plattsprechstunde sind grundsätzlich für jeden offen. Das jeweilige Thema wird vorher rechtzeitig bekanntgegeben.