Wolmirstedt l Gegen 12 Uhr strahlten Teilnehmer des diesjährigen Frühjahrsputzes, zu dem erneut die Stadtverwaltung aufgerufen hatte, mit der Sonne um die Wette. Gut drei Stunden hatten sie auf dem Boulevard, der Schlossdomäne, dem Burgberg und entlang der Ohrepromenade Mülll aufgesammelt. Das Ergebnis der Aktion waren sieben Säcke voll Laub, Strauchschnitt und anderer kompostierbarer Abfälle. Dazu kamen allerdings auch noch 34 Säcke Restmüll, den die Freiwilligen und die Mitglieder der Jugendfeuerwehr Wolmirstedt aus Gebüsch und den Grünanlagen aufsammelten – mehr als im Vorjahr.

„Es ist schon schlimm! Obwohl überall in der Stadt Papierkörbe stehen, werfen die Leute ihren Müll überall hin. Die sollten sich schämen“, sagt Victoria Hillmann und zeigt den Inhalt ihrer Tüte nach nur wenigen Schritten über die Schlossdomäne. Die 33-Jährige ist Betreuerin der neun Mitglieder der Jugendfeuerwehr, die an diesem Tag besonders eifrig bei der Sache waren. „Wir wollen doch alle in einer sauberen, schönen Stadt leben. Dazu muss aber auch jeder beitragen!“ Finley Littke (11) war auch im Vorjahr bei der Aktion dabei und ist regelrecht empört, was sie so alles fanden: Neben Papier sogar volle Windeln, haufenweise leere Flaschen und Essensreste.

Stadtreinigung schafft nicht alles

Auch die Erwachsenen sind empört über soviel Rücksichtslosigkeit. Gabi Heiß wohnt in der Rosa-Luxemburg-Straße und war mit ihrem Ehemann an der Ohrepromenade im Einsatz. Zusammen mit Erika Lentge und Jasmin Thormeyer harkten sie Laub zusammen, sammelten Strauchschnitt auf und kehrten. „Wir gehen hier gerne spazieren und ärgern uns immer über den Müll. Uns ist klar, dass die Stadtreinigung das nicht allein schafft. Deshalb sind wir heute hier.“ Erstmals wurde die Aktion auch von acht Vertretern der Wolmirstedter Pfadfinder unterstützt.

Bilder

Zum Abschluss des Frühjahrsputzes konnten sich alle mit leckeren Würstchen, die wie im Vorjahr Guido Schulze spendiert hatte, stärken. Auch wenn sich in diesem Jahr deutlich mehr Helfer einfanden, hoffen die Verantwortlichen beim nächsten Mal auf eine noch größere Resonanz.