Wolmirstedt l Mit 50 anderen Mannschaften aus den Niederlanden, Kroatien, Belgien und Deutschland waren die U9-Spieler der OhreKicker Wolmirstedt nach Ommen gereist, um dort in den sportlichen Wettstreit um den Netherlands-Cup zu treten. Michael Knackmuß, dessen Sohn Stian in der Mannschaft spielt, sagt: „Eigentlich wollten wir die Kinder nur ein paar Erfahrungen sammeln lassen im Turnier, denn das ist ja doch etwas anderes als das Training und die Spiele bei uns in der Gegend.“

Sportlich hätte es für die jungen Fußballer auf dem niederländischen Platz nicht besser laufen können: Während der Turnierauftakt für die Kicker noch verhalten mit einem Unentschieden gegen den Gastgeber OZC Ommen endete, drehten die jungen Fußballspieler in den darauf folgenden Spielen richtig auf.

Haushoch gewonnen

Sowohl gegen den TuS Sillenstede als auch den SC Gesaubach und den OZC Ommen 2 gewannen die kleinen Kicker haushoch. Im Finale fanden sich die Nachwuchskicker wieder dem Gastgeber OZC Ommen gegenüber, dabei konnten sie sich auch einmal wie die ganz Großen fühlen. Die Kinder liefen ein wie bei einer Weltmeisterschaft, die Nationalhymnen erklangen, alle Kinder wurden mit Namen und Rückennummer vorgestellt. Da flossen bei vielen Elternteilen sogar Freudentränen“, weiß Michael Knackmuß.

Die Ommener machten den Wolmirstedtern das Leben reichlich schwer. „Die Spielweise der Holländer war im Finale sehr sehr hart, doch nach dem Rückstand wurde sie auch noch unfair. Das mussten alle Spieler der OhreKicker erfahren, denn die Ommener grätschten, schubsten und traten sogar nach. Aber das spornte nur noch mehr an diese Führung über die Zeit zu retten“, so Michael Knackmuß.

Jubel kennt keine Grenzen

Nach dem Schlusspfiff kannte der Jubel keine Grenzen. Eltern und Kinder lagen sich in den Armen, Spieler und Trainer bekamen eine Wasserdusche und mit einer La-Ola-Welle der Kinder wurde der große Siegerpokal in die Luft gehoben. Der Netherlands-Cup-Pokal hat nun seinen Platz nicht mehr im Herkunftsland, sondern in Wolmirstedt. „2019 wollen wir unseren Pokal gern verteidigen und planen, wieder am Turnier teilzunehmen“, sagt Michael Knackmuß. Vor der Heimfahrt nach Wolmirstedt konnten sich die Turniersieger noch im nahegelegenen Freizeitpark austoben: „Das hat nicht nur den Spielern Spaß gemacht, sondern auch den mitgereisten Eltern und den Trainern.“