Hohenwarsleben/ Hermsdorf/ Niederndodeleben l Was formal bereits mit dem ersten Tag des Jahres 2019 Gestalt angenommen hat, wurde in Hohenwarsleben in einem Gottesdienst offiziell gemacht: Die Kirchengemeinden Hermsdorf, Hohenwarsleben und Niederndodeleben-Schnarsleben haben sich zu einem Kirchengemeindeverband Hohe Börde Wartberg vereint. Ziel ist es, noch mehr zusammenzuarbeiten und zusammenzuwachsen.

Die Vorbereitungen dieses Schrittes haben sich etwa eineinhalb Jahre hingezogen und haben bereits begonnen, als Pfarrerin Kathrin Hollax noch für die drei Kirchengemeinden zuständig war. In mehreren Sitzungen wurden Probleme besprochen und Lösungsansätze sowie Ideen für die Zusammenarbeit ausgetauscht.

Gemeinsames Dach statt Fusion

„Die drei Kirchengemeinden fusionieren nicht, sondern bekommen so etwas wie ein gemeinsames Dach, unter dem sie zusammen das Gemeindeleben gestalten“, erklärt Pfarrer Martin Zander in diesem Zusammenhang. Seiner Aussage zufolge wird es zukünftig nur noch einen Gemeindekirchenrat geben, in dem alle Orte vertreten sind, und auch nur noch eine gemeinsame Kasse. „Besonders in der Verwaltung und auf der Leitungsebene erleichtert der Verband einiges“, fügt er hinzu.

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Eigentlich aber sei die Gründung eines Kirchengemeindeverbandes nur ein weiterer Schritt auf einem Weg, mit dem die Kirche auf die aktuellen Gegebenheiten angepasst werden soll. „Es wird weiterhin unsere Aufgabe bleiben, uns zu überlegen, wie das Gemeindeleben im 21. Jahrhundert in dieser Gegend gestaltet werden kann“, erklärt Martin Zander, für den der Kirchengemeindeverband nicht die Lösung ist, aber auf jeden Fall ein Hilfsmittel.

Ein endloses Band geknüpft

Symbolisch stellten die drei Kirchengemeinden bei dem Gottesdienst ihren Willen zur Zusammenarbeit und zum Zusammenwachsen unter Beweis, indem sie ein endloses Band knüpften. Auf den orangefarbenen und grünen Einzelstücken hatten die anwesenden Gemeindemitglieder ihre Wünsche für den Kirchengemeindeverband vermerkt. „Meist werden bei Eröffnungen Bänder durchgeschnitten, das passt hier nicht richtig, deshalb knüpfen wir ein Band voll mit Sehnsüchten“, begründete der Pfarrer und hoffte, dass die Kirchengemeinden in Zukunft stärker werden können.