Historisches

„Geschichtskreis“ Meitzendorf empfängt wieder neugierige Gäste

Auch in Meitzendorf wird nach monatelangem Lockdown das kulturelle Leben wieder hochgefahren. So öffnet der Heimatverein „Geschichtskreis“ die Türen der Heimatstube für Führungen und Spielenachmittage.

Von Sebastian Pötzsch
Klaus Flassig und Bärbel Kriege vom ?Geschichtskreis" freuen sich, dass wieder Besucher durch die "Heimatstube" geführt werden können.
Klaus Flassig und Bärbel Kriege vom ?Geschichtskreis" freuen sich, dass wieder Besucher durch die "Heimatstube" geführt werden können. Archivfoto: Sebastian Pötzsch

Meitzendorf - Am Dienstag herrschte rege Betriebsamkeit in der „Heimatstube“ auf dem Alten Schulhof in Meitzendorf. Es wurden Besen bewegt und Staublappen geschwungen. Mitglieder des Heimatvereins „Geschichtskreis Meitzendorf“ haben nach dem monatelangen Lockdown für Ordnung und Sauberkeit gesorgt. „Dabei hatten wir fleißige Unterstützung von Mitgliedern des Meitzendorfer Frauenchors“, berichtet Vereinsvorsitzende Bärbel Kriege.

Dass nach so langer Zeit geputzt und aufgeräumt wird, hat einen Grund: Nach fast einem halben Jahr pandemiebedingter Schließung dürfen endlich wieder neugierige Gäste in dem kleinen Museum empfangen werden. „Besichtigungen sind entweder nach telefonischer Ansprache oder an jedem zweiten Dienstag des Monats von 16 bis 18 Uhr möglich“, erklärt die Vereinschefin.

Doch kann die Heimatstube nicht nur mit ihren vielen historischen Ausstellungsstücken aus längst vergangenen Zeiten punkten. Sie bietet auch Platz für geselliges Beisammensein, Sitzungen und Versammlungen. Für Ersteres gibt es sogar schon Termine. „Wir wollen unsere Spielnachmittage wieder aufleben lassen“, freut sich Bärbel Kriege.

Fast genau vier Jahre ist es jetzt her, als das Angebot am 20. Juni 2017 aus der Taufe gehoben wurde. Seither wird einmal im Monat Skat, Rommé und anderes gespielt. Dabei können sich die Teilnehmer auch auf kulinarische Freuden verlassen. Denn die „Geschichtskreis“-Mitglieder sorgen für Kaffee und Kuchen. Laut Bärbel Kriege kommt zumindest im Sommer auf den Tisch, was der Garten gerade bietet. „Es wird Kirsch-, Rhabarber- oder Apfelkuchen sowie Erdbeertorte gebacken“, macht die Vorsitzende Lust auf mehr.

Angebot auch für Jüngere

Davon hatten sich in der Vergangenheit regelmäßig um die 20 Meitzendorfer anstecken lassen, zumeist rüstige Senioren oder „junge Rentner“, wie Bärbel Kriege sagt. Das Angebot richte sich jedoch auch an Jüngere, die Lust auf gemeinsames Spielen und den Austausch des aktuellen Dorftratsches haben.

Doch auch wenn die Inzidenzen aktuell täglich fallen, gilt in der Heimatstube auf dem Alten Schulhof weiter die sogenannte „3-G-Regel“. „Es kommt nur rein, wer nachweislich geimpft, getestet oder genesen ist“, macht die Vorsitzende deutlich.

Vorträge und Feste

Doch wie sieht es mit künftigen Veranstaltungen in der Heimatstube aus? Schließlich luden die „Geschichtskreis“-Mitglieder vor der Corona-Zeit regelmäßig zu Vorträgen und Festen ein. Dafür hatte die Vereinsführung um Bärbel Kriege und ihrem Vize Klaus Flassig jährlich einen Arbeitsplan bei der Gemeindeverwaltung vorzulegen. Denn die „Heimatstube“ wird ganz offiziell als öffentliche Einrichtung zur Daseinsfür- und Daseinsvorsorge geführt.

„Auch für dieses Jahr hatten wir einen Arbeitsplan vorgelegt, von dem bisher so gut gar nichts umgesetzt werden konnte“, berichtet Bärbel Kriege und fügt hinzu: „Sicherlich würden wir in diesem Jahr gern wieder den Dorfbrand vom 6. August 1727 in Mittelpunkt einer Veranstaltung rücken.“ Auch das Erntedankfest könnte gefeiert werden.

Darüber soll in einer Mitgliederversammlung am 28. Juni Klarheit geschaffen werden. „Wir haben aufgerufen, Ideen zu sammeln, damit diese besprochen werden können“, sagt die Vorsitzende. Geht es nach ihr und ihren Mitstreitern, könnte in diesem Jahr doch noch einiges in der Heimatstube passieren, „natürlich dabei immer die aktuelle Lage im Blick“, sagt Bärbel Kriege.