Elbe-Heide l Ein Überblick über die wichtigsten Investitionsvorhaben im Jahr 2021. Bei der Sitzung des Verbandsgemeinderats der Verbandsgemeinde Elbe-Heide wurde in Hillersleben am 14. Dezember der Haushalt 2021 vorgestellt. Hier die wichtigsten Projekte und ihre Kosten.

Sekundarschule Angern steht ganz vorn

Das wichtigste anstehende Projekt ist der Um- und Ausbau der ehemaligen Sekundarschule in Angern. In das Erdgeschoss soll eine Kita einziehen, in das Obergeschoss soll eine Grundschule kommen und in den Anbau ein Hort. Die Um- und Ausbauarbeiten sollen in den Jahren 2021 und 2022 stattfinden. Es wird mit Kosten von rund vier Millionen Euro gerechnet, wobei 250 000 Euro Zuschuss von Landkreis Börde kommen, der Rest wird von der Gemeinde Angern bezuschusst. Die bisherige Kita ist zu klein, die Betreuung erfolgt seit Jahren teilweise in einem Container.

Ein weiteres wichtiges Projekt ist der Neubau eines Feuerwehrgerätehauses in Burgstall. Dieser soll in den Jahren 2021 und 2022 erfolgen. Von den 1,425 Millionen Euro Gesamtkosten ist ein Zuschuss von 465 000 Euro beantragt, der Rest soll durch einen Zuschuss der Gemeinde Burgstall finanziert werden. Das alte Feuerwehrgerätehaus entspricht nicht mehr dem Standard, ein neues Hilfeleistunglöschgruppenfahrzeug (HLF) muss beschafft werden. Die modernen Hilfeleistunglöschgruppenfahrzeuge für den Einsatz auf der Autobahn sind mit einem Minimum von 3,30 Metern höher als die bisher vorhandenen Feuerwehrfahrzeuge, weshalb der Bau von neuen Feuerwehrgerätehäusern nötig ist.

Mannschaft der Feuerwehr Burgstall ist gewach

Der Abriss des ehemaligen BHG-Gebäudes und der vorherige Grundstückskauf durch die Gemeinde Burgstall dienen dazu, Platz für ein solches zu schaffen. „Zudem ist die Mannschaft der Feuerwehr in Burgstall gewachsen, wir brauchen neue Umkleideräume, Sozialräume, Sanitärräume und einen Schulungsraum“, zählt der Verbandsgemeindewehrleiter Dustin Grönke auf.

In Sachen Feuerwehr wurde seitens der Verbandsgemeinde in den vergangenen Jahren viel investiert. Die Kameraden freuten sich über zwei positive Fördermittelbescheide des Landes für neue Einsatzfahrzeuge. So soll im November ein Tanklöschfahrzeug Vegetationsbrandbekämpfung, welches Teil der Zentralen Beschaffung des Landes ist, an die Verbandsgemeinde übergeben und bei der Ortsfeuerwehr Hillersleben stationiert werden.

Neues Tanklöschfahrzeug soll kommen

Das Tanklöschfahrzeug zur Vegetationsbrandbekämpfung kostet insgesamt 360 000 Euro, wovon 315 000 Euro durch Fördermittel bestritten werden und 45 000 Euro durch Eigenmittel.

In Colbitz hat die Verbandsgemeinde Elbe-Heide bereits ein neues Feuerwehrgerätehaus gebaut. Weiterhin erhält die Ortsfeuerwehr Colbitz im Jahr 2022 ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF 20) welches ebenfalls Teil der Zentralen Beschaffung des Landes ist. Ein entsprechender Fördermittelbescheid ist kurz vor Jahresende eingetroffen. Das Fahrzeug kostet 470 000 Euro, wovon 190 000 Euro durch Fördermittel bestritten werden und 280 000 durch einen Zuschuss der Gemeinde Colbitz.

Breitbandausbau ist teuerstes Projekt

Das vom Investitionsvolumen her größte Projekt ist der Breitbandausbau, der in den Jahren 2021 und 2022 abgeschlossen werden soll. Hier rechnet die Verbandsgemeinde mit Kosten von rund 26 Millionen Euro, wobei 50 Prozent durch eine Förderung des Bundes gedeckt werden sollen. Der Rest soll über die Pacht finanziert werden. Hier stehen das Einblasen der Glasfasern in den Clustern Angern, Burgstall und Westheide an, sowie Planung und Bau der Cluster Colbitz, Zielitz/Loitsche-Heinrichsberg und Rogätz. Der Glasfaser-Standardanschluss erreicht Geschwindigkeiten von 500 Megabit pro Sekunde.

Zudem soll der Digitalpakt abgeschlossen werden. Im Jahr 2020 wurde bereits mit der internen Vernetzung in den vier Grundschulen Burgstall, Colbitz, Rogätz und Zielitz begonnen. 2021 soll es Server, elektronische Tafeln, Wlan und Tablets für die vier Schulen nach dem Vorbild der Grundschule in Zielitz geben. Es wird mit Kosten in Höhe von circa 360 000 Euro gerechnet, davon werden 160 000 Euro durch eine Förderung des Landes bestritten, der Rest soll als Zuschuss von der jeweiligen Gemeinde kommen.

Ärzteförderung läuft gut

Bei den wichtigsten Projekten ist noch die Ärzteförderung zu nennen. Seit 2012 fördert die Verbandsgemeinde die Ansiedlung von Ärzten. Seitdem haben sich sieben Allgemeinmediziner in der Verbandsgemeinde niedergelassen, die meisten in Übernahme einer Praxis. „Es gibt in diesem Zeitraum bei uns keinen Ärzteschwund zu beklagen“, teilt Thomas Schmette, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Elbe-Heide, mit. „Alle 2012 vorhandenen Praxen sind mit neuen Ärzten besetzt, bis auf die in Lindhorst, dafür gibt es jedoch eine neue Praxis in Neuenhofe.“ Die Gesamtkosten belaufen sich hier auf 165 000 Euro.