Knochenmarkspende

Glindenberger Feuerwehrmann auf dem Weg der Besserung

Bei einer Typisierungsaktion konnte für den Glindenberger Feuerwehrmann Heinz Klang ein Spender gefunden werden.

Von Tom Wunderlich
Ein kleine Abordnung um Wehrleiter Andy Opitz (r.) überreichte dem Knochenmark-Team um Professor Hans-Gert Heuft den Spendenscheck in Höhe von 4050 Euro.
Ein kleine Abordnung um Wehrleiter Andy Opitz (r.) überreichte dem Knochenmark-Team um Professor Hans-Gert Heuft den Spendenscheck in Höhe von 4050 Euro. Foto: Tom Wunderlich

Magdeburg/Glindenberg - Es war ein Schockmoment für viele Feuerwehrmänner und -frauen in der Region als sie erfuhren, dass ihr Kamerad und Freund Heinz Klang an Leukämie erkrankt war. Der 57-Jährige engagiert sich seit mittlerweile über 40 Jahren bei der Freiwilligen Feuerwehr in Glindenberg. Für ihn brach kurzzeitig eine Welt zusammen, als er erfuhr dass er an der lebensgefährlichen Krankheit erkrankt war. Allerdings konnte er sich auf die Hilfsbereitschaft seiner Kameraden und die der Glindenberger verlassen.

Kurzerhand wurde für Klang eine Typisierungsaktion am Feuerwehrgerätehaus organisiert. Insgesamt 100 Menschen waren zum zweiten Versuch der Aktion gekommen. Gescheitert war der erste vor allem an den stark steigenden Inzidenzen bedingt durch die anhaltende Corona-Pandemie. Mit viel Ideenreichtum war zusammen mit dem Team der Universitätsblutbank in Magdeburg ein Test Drive-in, also eine befahrbare Teststrecke, aufgebaut worden. Alleine hier waren rund 100 Männer und Frauen gekommen und sich testen zu lassen. „Hilfe hatten wir aber auch von unserer Partnerfeuerwehr im rund 300 Kilometer entfernten Philippsthal“, erklärt Wehrleiter Andy Opitz. Auch hier hatten sich nochmal 70 potenzielle Spender typisieren lassen.

170 Personen lassen sich typisieren

„Allerdings wurde bei den zwei Typisierungs-Aktionen kein passender Spender gefunden“, erklärt Professor Hans-Gert Heuft von der Magdeburger Universitätsklinik. Am Freitagvormittag empfing er die Glindenberger in auf dem Gelände der Universitätsklinik. Denn die Aktion hatte nicht nur 170 neue Spender für die Stammzellenspenderdatei hervorgebracht, sondern auch noch einen hohen Geldbetrag für die Arbeit der „Aktion Knochenmarkspende Sachsen-Anhalt“. „Insgesamt 4050 Euro konnten durch die Glindenberger Feuerwehr eingenommen werden. Das freut uns wirklich sehr“, so Heuft, der an diesem Freitag auch noch Geburtstag hat.

Ein Spender sei für Heinz Klang auch gefunden worden. „Heinz hat sich auch sofort zur Behandlung begeben“, erzählt Wehrleiter Opitz weiter. „Unserem Heinz geht es nach der Knochenmarkspende gut.“ Allerdings müsse er noch zu Hause bleiben und sich von der Knochenmarkspende erholen. Wie es für ihn weitergehe, sei noch nicht sicher. Aber man sei guter Dinge, dass er zukünftig wieder an Ausbildungen und dem Feuerwehrleben teilnehmen könne. Erstmal solle er sich aber komplett erholen. Das sei im Moment das wichtigste für ihn. „Letztendlich können wir uns nur für die tolle Zusammenarbeit mit dem Knochenmark-Spende bedanken. Vielleicht findet sich ja irgendwann ein Mensch, der auf einen unserer Spender angewiesen ist“, so der Wehrleiter. Damit könne man dann auch aktiv etwas wiedergeben.

Dem stimmt auch Professor Heuft zu. „Es ist wie ein Kreislauf-System. Es findet sich ein Spender und weitere kommen hinzu. Das macht unsere Arbeit so besonders.“ Natürlich wünsche man Heinz Klang nur das beste für seine Zukunft. „Und vor allem auch viel Gesundheit auf seinem weiteren Weg und das er bald wieder Menschen helfen kann.“