Wolmirstedt l Jens Stelter ist gern Wolmirstedter. Nur manchmal geht ihm der sprichwörtliche Hut hoch, nämlich dann, wenn er den Spielplatz an der Colbitzer Straße betrachtet. Dort findet er oft Glasscherben und Hundekot vor. Einladend wirkt das nicht, es ist geradezu gefährlich für spielende Kinder. Auch das Unkraut am Spielplatzrand sei ungebremst in die Höhe gewachsen. Eines Tages hat Jens Stelter das „Jucken“ in den Fingern nicht mehr ausgehalten und den Wildwuchs entfernt. Auch die Glasscherben im Sand hat er schon mehrmals beseitigt. Er wünscht sich mehr Kontrollen durch die Stadtmitarbeiter.

Spielplätze und Tunnel sind Sorgenkinder

Die reinigen die Spielplätze einmal in der Woche und kontrollieren bei dieser Gelegenheit auch den Zustand der Spielgeräte. Die regelmäßigen Verschmutzungen auf dem Spielplatz an der Colbitzer Straße sind bekannt. Vermutet wird, dass Jugendliche, die sich abends dort treffen, den Spielplatz unbespielbar hinterlassen. Trotzdem: Gereinigt wird nur einmal pro Woche.

Regelmäßige Beschwerden gibt es auch über den Zustand des Fußgängertunnels, der in der Gartenstraße unter den Bahnschienen hindurchführt. Auch dort häufen sich seit Jahren Verschmutzungen und eigentlich ist die Bahn dafür zuständig. Doch von dort rechnet in Wolmirstedt schon gar keiner mehr mit einem Reinigungstrupp. Deshalb hat die Stadt nun schon zum wiederholten Mal zur Selbsthilfe gegriffen und den Tunnel von den Mitarbeitern des Wirtschaftshofes reinigen lassen.

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Bürger greifen zur Selbsthilfe

Zur Selbsthilfe greifen manchmal auch die Bürger und pflegen das anliegende Grün vor ihren Häusern. Das Maß dabei bestimmen sie selbst. Mähen ja, sagen viele, Blumenbeete unkrautfrei zu halten gehe den meisten jedoch zu weit. Das betrifft auch die Anwohner am Bahnübergang, die die stadteigene Staudenfläche an ihrer Hausgrenze nicht auch noch in ihre Obhut nehmen wollen. Nach zahlreichen Beschwerden haben nun Wirtschaftshofmitarbeiter Hacke und Harke schwingen lassen.

Aufgrund der vielen Grünflächen erhofft sich die Stadt schon lange mehr Engagement von den Bürgern, vor allem für die kleinen Flächen, die an Häuser angrenzen. Viele Anwohner erledigen das seit Jahren, ohne viel Aufhebens darum zu machen. Doch die Stadt hätte darüber gern eine verbindliche Auskunft, damit die Flächen aus dem Pflegeplan der Stadt herausgelöst werden können. Anläufe seitens der Stadt, darüber Verträge zu schließen, sind im Sande verlaufen.