Wellen l An die Feldarbeit, so wie sie früher war, erinnern die Heimatfreunde aus Wellen traditionell einmal im Jahr – meist am letzten Sonnabend im August. Dann sind nämlich auf dem Acker von Vereinsmitglied Heinz Haenschke die Kartoffeln erntereif.

Trotz aller Trockenheit in diesem Sommer war das auch in diesem Jahr so. Die gelbe „Belana“ und die rotschalige „Laura“ konnten nun aus dem Boden geholt werden. Heinz Haenschke hatte sein 17-jähriges Pferd Max vor den Pflug gespannt und zog nun eine Bahn nach der anderen. Hinter ihm Dutzende Menschen unterschiedlicher Generationen, die die Erdäpfel aufsammeln wollten, um sie dann frisch vom Acker mit nach Hause zu nehmen. Heinz Haenschkes Frau Marianne überwachte den „Handel“. Das hat ebenfalls schon so lange Tradition wie das Roden nach Großmutters Art und das Kartoffelfest der Wellener Heimatfreunde. 13 Jahre schon, wie die Chefin der Heimatfreunde, Edeltraud Teetzen sagte.

Auf die Helfer ist Verlass

Die 13 Jahre zahlen sich inzwischen auch bei der Vorbereitung des Festes am Ackerrand aus. Jeder kennt seinen Part, wenn es um die Herrichtung und die Dekoration des Festgeländes geht. Und auch auf die Helfer ist stets Verlass. „Unser Kartoffelfest ist, was die Vorbereitung betrifft, eigentlich schon ein Selbstläufer, jeder macht sein Ding und neue Ideen werden sofort mit eingebaut“, unterstrich Edeltraud Teetzen.

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Selbstverständlich haben im Vorfeld auch die Herde in den heimischen Küchen der Heimatvereinsmitglieder wieder gute Arbeit geleistet. Im Ergebnis konnten sich die Gäste an dem Nachmittag an nicht weniger als 21 Kuchen laben – die Vielfalt war dabei immens. Wer es nicht so süß mochte, für den wurden Würste gegrillt und standen außerdem frische Pellkartoffeln bereit, die mit Kräuterquark verzehrt werden konnten. „Die Quark-Variante mit Knoblauch ist schon fast alle“, konnte Vereinsmitglied Kathrin Reikowski eine Stunde nach Festbeginn verkünden.

Und auch Edeltraud Teetzen beobachtete das muntere Treiben auf dem Platz mit Wohlwollen. „Wir freuen uns, wenn es allen gut geht, und hoffen, dass es allen schmeckt“, hatte sie schon zur Eröffnung verkündet. Angesichts der Wettervorhersagen für den Nachmittag und auch der Wolken, die sich am Himmel aufmachten, hatten die Heimatfreunde vorgesorgt. Pavillons sorgten für einen sicheren Schutz während eines Regenschauers. So konnte auch die 13. Festauflage nur ein voller Erfolg werden.