Wolmirstedt l Noch rollen die Asphalt-Maschinen über den Deich. Sowohl der Deichkronenweg als auch die landseitige Berme bekommen eine Schwarzdecke. Mit der Wegbefestigung wurde in Heinrichsberg begonnen, nun arbeiten sich die Bauarbeiter bis Glindenberg vor. Ende Juni soll alles fertig sein. Der 2. Juli ist als Einweihungstermin angepeilt. Die angestrebte Hochwassersicherheit bietet der Deich jedoch jetzt schon.

Zu den Deichbauarbeiten gehört auch die Umsiedlung mehrerer Laichgewässer. Damit wird einer Forderung der Naturschützer entsprochen. Kleine Amphibien können in anderen Gefilden des geschützten Gebietes eine neue Heimat für den Nachwuchs finden. Noch sind diese Kinderstuben für Frösche und Co. nicht vollständig hergerichtet. Im Herbst soll in diesen Arealen ein Teil des Bodens abgetragen werden, sodass diese Gebiete dauerhaft feucht stehen können.

2014 begannen die Arbeiten

Der neue Deichabschnitt zwischen Heinrichsberg und Glindenberg wurde auf dem bereits vorhandenen Deich aufgebaut. Er ist jetzt doppelt so breit wie zuvor, der Deichkörper erreicht eine Höhe von rund 4,25 Meter. Die schnelle Sicherung des Gebietes um Glindenberg war nach dem Junihochwasser 2013 als sehr notwendig erachtet worden. Auch wenn der Deich damals gehalten hat, stimmte das Land der Sanierung dennoch zu, sodass am 1. August 2014 mit dem Din-gerechten Ausbau der 4,4 Kilometer langen Strecke begonnen werden konnte.

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Eigentlich sollten die Deichbauarbeiten bereits im April fertig sein. „Die Verzögerungen sind dem Wetter geschuldet“, erklärt Projektleiter Helge Reymann. Ein überwiegend kalter und trockener Winter hätte dem Fortgang der Arbeiten nicht geschadet, doch der vergangene Winter war von Feuchtigkeit geprägt, die in der Elbaue noch deutlicher zu spüren war als anderswo. Diese hohe Luftfeuchtigkeit erschwerte den Einbau der Tonschicht.

Für die Verbreiterung des Deichkörpers musste landseitig ein Waldstreifen gerodet werden, dafür werden an anderer Stelle Bäume aufgeforstet. Dafür wurden Flächen hinter dem Heinrichsberger Friedhof und an der B189 in der Nähe der Abfahrt Wolmirstedt/Süd ausgesucht. Außerdem wurden wasserseitig bereits neue Eichen als sogenannte Eisschutzpflanzung gesetzt. Diese Bäume sollen den Deich bei Hochwasser vor dem Druck der Eisschollen schützen. Aus dem selben Grund sind wasserseitig die Bäume stehen geblieben.