Kinder

Igel wecken die Kreativität in den Kindergärten der Hohen Börde

Erfolgreiches Projekt steht kurz vor dem Abschluss / Igelhaus-Wettbewerb läuft noch bis 30. Juni

Von Constanze Arendt-Nowak
Eine kleine Ausstellung mit Basteleien zeigte, wie intensiv sich Kinder und Erzieher mit dem Igel befasst haben.
Eine kleine Ausstellung mit Basteleien zeigte, wie intensiv sich Kinder und Erzieher mit dem Igel befasst haben. Fotos (2): Constanze Arendt-Nowak

Hohe Börde - Das Igel-Projekt, das für die Vorschulkinder der kommunalen Kindertagesstätten der Gemeinde Hohe Börde konzipiert worden ist, kann als Erfolg verbucht werden. Mit großer Freude konnte Marlies Böttcher, die als stellvertretende Leiterin des Kita-Gesamtbereiches 2 die Projektleitung übernommen hatte, am Mittwoch während der Sitzung des Kulturausschusses über die Ergebnisse berichten.

„Der Igel war aus dem Alltag der Einrichtungen nicht mehr wegzudenken“, fasste sie das Geschehen nach dem „Frühlingserwachen“ am 19. März zusammen. Im Rahmen dieses „Frühlingserwachens“ haben alle Kindertagesstätten das Igel-Projekt eröffnet. Dabei waren nicht nur die Vorschüler, sondern die Kinder aller Altersgruppen eingebunden. Eine Auswahl an verschiedenen Dingen, aus denen Marlies Böttcher eine Ausstellung für die Kulturausschuss-Mitglieder zusammengestellt hatte, zeigte die Kreativität der Kinder. Pappteller und Toilettenpapierrollen wurden ebenso in die Gestalt des stachligen Gesellen wie Igel aus verschiedenen Materialien in Gläser und Kisten gesetzt wurden. „Kinder haben eine unbeschreibliche Fantasie, das sieht man auch an den Woll-Igeln, die sich küssen, weil es ein Lied gibt, in dem es heißt, ‚wenn sich die Igel küssen‘“, erklärte die Projektleiterin an einem Beispiel. Mit viel Ideenreichtum haben die Projektbotschafter das Thema in den Alltag eingebaut, so dass unter anderem selbst die gesunde Ernährung mit den Igeln in Verbindung gebracht werden konnte.

Kinderfeste als Krönung des Igel-Projektes

Ein Workshop für die Igel-Botschafter der einzelnen Einrichtungen, der vorrangig dem Erfahrungsaustausch diente, sowie die Abschlussfeste für die teilnehmenden Vorschulkinder in den drei Kita-Gesamtbereichen krönen das gesamte Projekt. Igel-Plaketten für den Hauseingang oder den Gartenzaun werden dafür sorgen, dass die Vorschüler das Projekt so schnell nicht vergessen werden.

Möglicherweise könnte das Projekt aber noch bis zum Herbst ausstrahlen. Marlies Böttcher schwebt es vor, die Auswertung des Wettbewerbs um den Bau von Igelhäusern im Rahmen einer Ausstellung zum „Tag der Regionen“ durchzuführen. Seit dem Start des Igelhaus-Wettbewerbs sind schon viele Bauwerke eingegangen. Bis spätestens zum 30. Juni sollten die Igelhaus-Bauer ihre Schmuckstücke in den kommunalen Kindertagesstätten der Gemeinde abgegeben haben. Als potenzieller Wettbewerbsteilnehmer angesprochen darf sich nach der Aussage von Marlies Böttcher jeder in der Hohen Börde fühlen, der Lust hat, ein Igelhaus zu bauen. Nach dem Wettbewerb kann das Haus entweder einer Kindertagesstätte zur Verfügung gestellt werden oder auf dem eigenen Grundstück seinen Platz finden.