Zielitz l Auf einer Brachfläche zwischen Zielitz und Farsleben, dem sogenannten kleinen Feld, pflegt er zwei Bienenvölker. Für diese Fläche, die ein befreundeter Landwirt zur Nutzung zur Verfügung gestellt hat, reiche diese Zahl. Daher habe er die Anzahl von vormals vier auf nun zwei Völker reduziert, erklärt Lange. Raps und Robinie sind für dieses Gebiet bevorzugte Anflugziele. Bis zu zwei Kilometer beträgt der Radius, den die fleißigen Honigsammler zurücklegen.

„Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Tiere hier jemanden stören. Wohnhäuser oder Gartensparte sind weit entfernt“, macht der Hobbyimker klar. Und ärgert sich: Denn offensichtlich haben sich bislang unbekannte Übeltäter an seinem Bienenstock zu schaffen gemacht. Zum wiederholten Male übrigens, merkt er an. Mögliche Missetäter kennt er nicht. Bereits vor knapp drei Wochen sei an seinem Bienenstock in Zielitz herummanipuliert worden. Am Donnerstag, 28. Mai, haben sich die Ereignisse wiederholt.

Vandalismus an den Bienenkästen

Mehrere Bretter sind herausgerissen worden und liegen auf dem Boden verstreut herum. Ein Anflugbrett ist direkt in den Einflugschlitz der Beuten und zwei Brutzargen drapiert worden und versperrt den Bienen auf diese Weise sowohl Ein- und Ausgang. Die Bienenstöcke sind mit breiten Gurtbändern fest verzurrt, ein Namensschild verweist auf den Besitzer. Nun fehlen sowohl Gurt als auch Namensschild. Auch ein mit Wasser gefüllter Plastikeimer befindet sich nicht mehr am angestammten Ort. Das Wasser helfe den Bienen beim Bauen ihrer Waben, weiß Andreas lange.

Eine Erklärung für die blinde Zerstörungswut mancher Zeitgenossen hat Andreas Lange nicht. „Ich wende viel Zeit auf, um mich mit den Tieren zu beschäftigen und Honig zu gewinnen. Bienen zu pflegen und erhalten sehe ich auch als Naturschutzaufgabe an. Das sollte doch im Interesse Aller sein“, meint der Hobbyimker. Und zieht eine Wabe heraus, um sich über den Reifegrad des Honigs zu vergewissern.

Schwierige Zukunft für Bienen

Bienen stehen vor einer schwierigen Zukunft. Intensive Landwirtschaft, kaum Streuobstwiesen oder der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln machen den summenden Honiglieferanten das Leben schwer. Dem wollte Andreas Lange entgegensteuern und hatte aus diesem Grund vor Jahren die Imkerei für sich entdeckt. Durch diese habe er engen Bezug zur Natur entwickelt und Verständnis dafür bekommen, wie empfindlich sie mit ihren komplexen Abläufen sei.

Für ein Glas Honig müsste eine Biene viermal um die Erde düsen – ein wohl unwahrscheinliches Unterfangen. Honigbienen fliegen immer Pflanzen an, die zahlenmäßig am meisten blühen. Bienen sind blütenstet, das bedeutet es wird nur Raps zur Zeit der Rapsblüte angeflogen. Dadurch haben Bienen nur Pollen vom Raps an sich und bestäuben extrem zuverlässig. Das wiederum ist gut für die Landwirtschaft.