Zielitz l Der Countdown läuft: Ein kostenloser Hausanschluss für schnelles Internet kann in Zielitz nur noch bis zum 15. Mai gebucht werden. Gut besucht war deshalb am Freitag die erste Informationsveranstaltung zum Thema Breitbandausbau in Zielitz. Bürgermeister Dyrk Ruffer und Verbandsgemeindebürgermeister Thomas Schmette (beide CDU) freuten sich über den Zuspruch.

Sie machten jedoch auch deutlich, dass die Gemeinde auf die aktive Beteiligung der Zielitzer angewiesen ist. „Jedem muss klar sein, dass wir das Glasfasernetz für die schnelle Internetanbindung nur bauen können, wenn mindestens 60 Prozent der Grundstückseigentümer einen entsprechenden Antrag stellen. Ansonsten wird das Netzt nicht gebaut und Fördermittel des Bundes in Höhe von 15 Millionen Euro werden an andere Gemeinden vergeben“, sagte Thomas Schmette zur Eröffnung.

Großer Andrang

 „Informieren Sie bitte auch Ihre Nachbarn. Nicht jeder kann zu den Informationsveranstaltungen kommen, aber jeder sollte wissen, dass der Antrag bis zum 15. Mai 2018 eingehen muss, wenn man kostenlos an das Glasfasernetz angeschlossen werden möchte“, setzte Bürgermeister Dyrk Ruffer hinzu.

Jens Strahlendorff vom Netzbetreiber DNS:NET informierte die Interessenten dann über technische und organisatorische Einzelheiten. „Der Glasfaseranschluss wird direkt in Ihr Haus verlegt. Vorher gibt es genaue Absprachen zur Hauseinführung der Leerrohre, die auch protokolliert werden. Die Tiefbaufirmen verfügen über technische Möglichkeiten, die Schachtarbeiten auf ein Minimum beschränken. Es sind nur zwei Erdlöcher nötig: Eins an der Straße und eins direkt am Haus."

Datenrate von 1000 Mbit/s

"Die Verbindung wird unterirdisch mittels Kernbohrung und ohne Schachtung hergestellt", so Jens Strahlendorff weiter. "Die Vorgärten bleiben also weitgehend unberührt und auch diese Arbeiten sind für den Grundstückseigentümer kostenlos, wenn der entsprechende Antrag bis zum 15. Mai 2018 bei uns eingeht. Wer zu spät kommt, muss mit Anschlusskosten bis zu 2100 Euro rechnen.“ In die Leerrohre zieht der Netzbetreiber DNS:NET dann das Glasfaserbündel mit sechs Fasern ein.

„Eine Faser genügt schon für die störungsfreie Nutzung von heute üblichen Internetdiensten. Die fünf zusätzlichen Fasern stehen für zukünftige Anwendungen bereit, wie zum Beispiel Telemedizin, Bildtelefonie oder 4-K-Fernsehen. Nichts ist so schnell wie Licht, und die Glasfaser überträgt Daten in Lichtgeschwindigkeit. Wir garantieren Datenraten von 1000 Mbit. Der Durchschnitt liegt in Zielitz derzeit bei 50 Mbit, die jedoch nicht jederzeit erreicht werden können“, so Strahlendorff.