Wolmirstedt l Der Fünfgeschosser in der August-Bebel-Straße a bis h kann eine Schönheitskur gebrauchen. Die soll er bekommen - und noch mehr. Die WWG plant eine komplette Modernisierung. Danach soll der lange Block am Friedhof schöner werden als zuvor. Die Balkone sollen neu und größer sein als bisher. Der Sockel und die obere Geschossdecke sollen gedämmt, die Risse in der Fassade repariert, der gesamte Wohnblock einen neuen Farbanstrich bekommen, das Dach eine heile Decke.

Auch innerhalb der Wohnungen sind heftige Erneuerungen angedacht. Die Rauch- und Wärmeabzugsanlage wird ersetzt, ebenso die Wohnungstüren. Die neuen Türen werden die Mieter besser vor Wärmeverlust schützen, einbruchshemmend, schall- und brandgeschützt daherkommen. Besuch kann sich nach der Sanierung über eine Wechselsprechanlage ankündigen. Die alten Wasserleitungen werden ausgetauscht, ebenso die Elektroleitung im Treppenhaus sowie marode Fenster und Fensterbänke. Damit sich nicht nur der Wohnblock, sondern auch das gesamte Umfeld im neuen Gewand präsentiert, werden auch die Außenanlagen hergerichtet.

Förderung für Fahrstühle?

Auch wenn das gesamte Vorhaben bereits auf den Planungsunterlagen Gestalt angenommen hat, bleibt noch eine Frage offen. Die lautet: Wird der Fünferblock auch Fahrstühle bekommen?

Die Antwort darauf steht noch aus. Die WWG hat für die Fahrstühle Fördermittel bei der Investitionsbank beantragt, hofft, dass 50 Prozent der Einbaukosten auf diese Weise übernommen werden. Doch auch davor wird noch einmal genau hingeschaut. „Aufgrund der überdurchschnittlich höheren Betriebskosten muss die Wirtschaftlichkeit und Rentabiblität nochmals geprüft werden“, gibt die WWG dem Stadtrat bekannt. Heißt: Die Mieter müssten dafür mehr bezahlen und noch ist nicht klar, ob die WWG das zumuten kann und will.

Kostenpunkt: 1,2 Millionen Euro

Für die Modernisierung muss die WWG einen Kredit über 1,2 Millionen Euro aufnehmen. Die WWG ist ein Tochterunternehmen der Stadt, deshalb muss die ein Wörtchen mitreden. Bevor der Unterschrift unter den Kreditvertrag gesetzt werden kann, muss der Stadtrat seine Zustimmung geben. Das ist in der vergangenen Woche erfolgt. Der Vertreter der Gesellschafterversammlung wurde beauftragt, der Aufnahme dieses Darlehens zuzustimmen.

Wann mit der Sanierung begonnen werden soll, war von der WWG noch nicht zu erfahren.