Wolmirstedt l Im Herzen der Stadt, auf dem Gelände der ehemaligen Kegelhalle, soll ein neues Wohngebiet entstehen. Investor ist der Glindenberger Klaus Hartkopf, der dafür rund 1,2 Millionen Euro in die Hand nimmt. Für seine Pläne erntete er im Bauausschuss viel Zustimmung. Kreisdenkmalpfleger Erhard Jahn gefällt besonders, dass sich die Architektur an die alten Klosterhäuser anlehnt, aber auch moderne Elemente bereithält.

Klaus Hartkopf baut im rechten Winkel zum mittleren ehemaligen Klosterhaus fünf nebeneinander stehende Einfamilienhäuser. Das sind streng genommen zwar Reihenhäuser, als solche möchte sie Klaus Hartkopf jedoch nur ungern bezeichnen. „Es sind Einfamilienhäuser, die beiden Häuser an den Ecken dienen dem Wohnen für mehrere Generationen.“

80 Garagen müssen weichen

Diese äußeren Generationenhäuser sollen im Bauhausstil errichtet werden und lichtdurchflutet geraten. „Glas ist das wichtigste Element beim Bauen“, schwärmt Klaus Hartkopf. Die untere Etage wird barrierefrei sein. Der Investor kann sich gut vorstellen, dass dort ältere Menschen einziehen und die oberen Etagen von Kinder und Enkeln bewohnt werden. So ist der Plan, der allerdings nicht als Dogma verstanden sein soll.

Die drei mittleren Häuser der Fünfer-Reihe führen mit ihren Ziegeldächern und Gauben die Architektur der Klosterhäuser fort. Die Anpassung an die Geschichte war eine Vorgabe des Fachdienstes Immobilien und Planung. „Wir sind sehr an dieser Kombination aus alt und modern interessiert“, sagt Doris Bunk. Die weiteren im Plan eingezeichneten Einzel- und Doppelhäuser müssen von den Interessenten selbst gebaut werden.

Im Zentrum des neuen Wohngebietes stehen seit langem vier Häuser. Die werden auch künftig dort bleiben, denn sie haben Bestandsschutz. Auch die alten Bäume sollen möglichst nicht angetastet werden. Das gilt allerdings nicht für 80 Garagen, die den kommenden Winter nicht überstehen werden. Den Besitzern wurde bereits zum 31. August gekündigt. „Die Verwaltung ist bemüht, den Nutzern bei Bedarf Ersatzgaragen anzubieten“, erklärt Doris Bunk.

Am 15. August soll mit dem Bau des Generationenhauses begonnen werden. Kann dieser Termin nicht gehalten werden, soll Baustart erst nach dem Winter sein. 2017 sollen die Straßen Form annehmen, sodass private Bauherren im Sommer anfangen können, ihre Häuser zu bauen.