Projektgruppe "Mobilität" möchte herausfinden, wie gut Bürger zu Veranstaltungen gelangen

Kegeln, damit die Gemeinden Barleben und Niedere Börde zusammenwachsen

Von Gudrun Billowie

An der Ebendorfer Kegelbahn können sich Bürger aus Barleben und der Niederen Börde miteinander vernetzen. Zum ersten Termin kamen drei Besucher. Die Organisatoren hoffen, dass es in Zukunft noch mehr werden.

Ebendorf l Kegeln als Sport kennt jeder. Kegeln, damit die Bürger aus den Gemeinden Barleben und der Niederen Börde weiter zusammenrücken, trägt eine neue Dimension. Dieses Zusammenrücken will das Entwicklungsnetzwerk Barleben und Niedere Börde erreichen. Freitagvormittag hatte die Projektgruppe "Mobilität" zu einem ersten "Kegelspaß am Vormittag" in die Liebig-Halle nach Ebendorf eingeladen.

Hartmut und Edeltraut Braun waren aus Groß Ammensleben gekommen. "Wir haben im Amtsblatt und über Aushänge in den Schaukästen davon erfahren", sagt Edeltraud Braun. Das Ehepaar war neugierig geworden und nutzte den trüben Herbstvormittag, um "alle Neune" wegzukegeln. "Es macht Spaß. Wir werden wiederkommen", sagt Hartmut Braun. "Und wir werden im Bekanntenkreis davon erzählen", sagt seine Frau Edeltraut, "vielleicht wird die Gruppe dann größer."

Das Ehepaar Braun hatte sich ins Auto gesetzt, um von Groß Ammensleben nach Ebendorf zu gelangen. Doch der Kegelvormittag ist auch anders zu erreichen. "Wir haben den Beginn des Kegelvormittags auf 9.20 Uhr gelegt, weil um diese Zeit die Busse hier halten", sagt Rüdiger Schneider, Sachbearbeiter für das Entwicklungsnetzwerk und zuständig für die Projektgruppe "Mobilität". Denn darum geht es vor allem in dem Projekt. "Wir möchten herausfinden, ob und wie die Bürger die Sport-, Kultur- und Begegnungsangebote in den einzelnen Ortschaften erreichen können und wollen. Sei es per Bus, Bahn, Fahrrad oder Pkw." Die vorhandenen Angebote sollen somit noch mehr Menschen anlocken.

Rüdiger Schneider hätte sich für diesen ersten Kegelvormittag eine größere Resonanz gewünscht. "Wir werden am 18. Oktober um 9.20 Uhr wieder einen Kegelvormittag anbieten", sagt der Sachbearbeiter und hofft, dass sich das Angebot bis dahin herumspricht. Noch ist es ein Pilotprojekt.

Monika Förster, Vorsitzende der SG Eintracht Ebendorf, ist ebenfalls in der Halle. "Wir freuen uns, wenn Bürger aus der Niederen Börde in unsere Ebendorfer Halle kommen", sagt sie, "weil die Ebendorfer Halle bei Weitem nicht nur Ebendorfern zur Verfügung stehen soll." Monika Förster ist sehr stolz auf den neuen Sporthallenkomplex . "Wir sind gut ausgelastet, besonders unser Fußballfeld vor der Halle."

Das Hallenteam sorgt während der Veranstaltungen dafür, dass sich alle Besucher und Sportler wohl fühlen. Gestern gab es Kaffee. Und Gerhard Lehmann vom Ebendorfer Kegelverein hatte sichtlich Freude daran, mit den beiden Neulingen gemeinsam zu kegeln.