Ferienaktion des Hortes der Diesterwegschule

Kinder erleben aufregenden Vormittag bei der Freiwilligen Feuerwehr

Von Mike Fleske

Einen aufregenden Vormittag verlebten die 20 Kinder der Ferienbetreuung des Hortes der Diesterwegschule. Sie besuchten gemeinsam mit ihren Betreuerinnen Diana Rolle und Petra Thiede die Freiwillige Feuerwehr Wolmirstedt und erfuhren von deren Mitgliedern allerhand über die Arbeit der Feuerwehrleute.

Wolmirstedt. Dass die Feuerwehr kommt, um zu löschen, wenn es brennt oder Katzen vom Baum rettet, wussten die Kinder bereits am Anfang. Was die Feuerwehrfahrzeuge so alles in ihrem Inneren verbergen, erklärten ihnen unter anderem Ortswehrleiter Enrico Rolle, Hauptfeuerwehrmann Andreas Bräuer und Zugführer Siegfried Schwuchow.

"Wie viel Wasser hat das Fahrzeug dabei?", fragte Schwuchow vor dem Tanklöschfahrzeug (TLF) und beantwortete die Frage gleich selbst. "Etwa 2000 Liter." Dazu verfüge das TLF für sechs Kameraden über zahlreiche Schläuche. Die kannten einige Kinder bereits: "A, B, C und D" und zählten damit die Schläuche von groß nach klein auf. 15 und 20 Meter seien die Schläuche lang, erklärte der Zugführer. "Auf der Drehleiter sogar bis zu 30 Metern". Das Fahrzeug beinhaltet allerdings noch mehr. Beispielsweise Pulverlöscher, Kanister mit Schaummittel oder Atemgeräte mit Druckluftflaschen.

Noch etwas bemerkten die Kinder: "Ein Sprungtuch." Schwuchow: "Fast richtig. Genauer gesagt ist es ein Sprungretter mit Druckluft." Diese Kissen dürfen nur im Einsatz verwendet werden, da sie sich selbst in vier Sekunden aufblasen. Auch die Klappen des Rüstwagens (RW) wurden für die Kinder geöffnet. Aus dem Innenraum holte Andreas Bräuer unter anderem gelbe Hinweisschilder, Absperrband, Drahtseile oder auch einen Werkzeugkasten hervor.

Auf Interesse stieß ein Federkörner. Mit der Stahlspitze des Werkzeuges werden bei Rettungseinsätzen Glasscheiben zum Zerspringen gebracht, so dass Personen durch die Öffnung gerettet werden können. Genau schauten die Kinder hin als Bräuer Leckdichtlanzen vorführte. Diese Gummidichtungen werden mit Luft gefüllt, um kleine Löcher beispielsweise in Tanks abzudichten.

"Da kommt ja gar nichts raus", stellte ein Mädchen fest, als Bräuer die Dichtungen aufpumpte. "Soll ja auch nicht", erwiderte er schmunzelnd. Die Kinder durften auch einen Blick in den Gefahrengutcontainer werfen, der zum Einsatz kommt, wenn irgendwo Benzin ausgelaufen ist. Auch das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF) durften die Kinder anschauen. Für viel Hallo sorgte die Erlaubnis, sich einmal in das RW setzten zu dürfen. Daran hatten nicht nur die Jungen, sondern auch die Mädchen Spaß.

Der Vormittag endete mit einem Mittagessen vom Grill, den die Feuerwehrmänner mit sicherer Hand bedienten.