Eichenbarleben l Geht es nach dem Spielplatzkonzept, das die Gemeinde Hohe Börde schon vor Jahren erarbeiten lassen hat, so steht Eichenbarleben ganz oben auf der Prioritätenliste. In dem etwa 900 Einwohner zählenden Dorf fehlt es ganz einfach an einem öffentlich zugänglichen Spielplatz.

Doch nun bekommt die Idee von einem neuen Spielplatz Struktur. Laut einer Beschlussvorlage soll der Gemeinderat der Hohe Börde in seiner nächsten Sitzung am 21. Mai im Ackendorfer Feuerwehrhaus den Standort für einen naturnahen Spielplatz auf einer gemeindeeigenen Fläche im sogenannten „Busch“ bestätigen. Dies hat das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie des Landes Sachsen-Anhalt als Alternative für den bisher favorisierten Standort im Schlosspark vorgeschlagen. Gegen den Standort im Schlosspark wurden denkmalfachliche Bedenken geäußert.

Nach Aussage des Ortsbürgermeisters Detlef Binkowski hat der Eichenbarleber Ortschaftsrat dem Standort und einem ersten Entwurf der Gestaltung bereits zugestimmt und das einstimmig auch dem Gemeinderat empfohlen. Die Notwendigkeit eines Spielplatzes für die Eichenbarleber Kinder hat auch die Präsenz einiger Eltern während der jüngsten Ortschaftsratssitzung unterstrichen. Doch es gibt auch Kontra-Stimmen gegen den Spielplatz. So wird unter anderem Lärmbelästigung von Nachbarn befürchtet.

Die Größten aus der örtlichen Kindertagesstätte haben sich unterdessen bei einem Spaziergang selbst ihr Urteil gebildet. Der Ortsbürgermeister hatte einen Plan mitgebracht, auf dem zu erkennen war, wie der Spielplatz aussehen könnte. Ein sogenanntes Seehaus, eine Wippe, ein Klettergerüst und eine Spielanlage mit Rutsche sollen reichlich Möglichkeiten zum Spielen bieten und die Eltern und Großeltern könnten auf den Bänken am Rande verweilen – und das alles im Schatten der stattlich gewachsenen Bäume. Ein Zaun zum Schutz vor Vandalismus würden sich die Kinder noch wünschen.

Dass die Idee bald in die Praxis umgesetzt wird, hofft unterdessen der Ortsbürgermeister – vielleicht schon im Sommer.