Eichenbarleben/ Irxleben l Im Pfarrbereich Niederndodeleben-Irxleben ist der Blick auf die Zukunft gerichtet. Ein Schritt in diese Richtung ist nach der Gründung des Kirchengemeindeverbandes Hohe Börde Wartberg zum Beginn 2019 nun auch die Gründung des Kirchengemeindeverbandes Irxleben. Ihm gehören die Kirchengemeinden Eichenbarleben, Irxleben, Mammendorf, Ochtmersleben und Wellen an. „Was mit dem gemeinsamen Pfarrbereich begann, bekommt jetzt Struktur“, unterstreicht Pfarrer Martin Zander.

Nach seiner Aussage ermöglicht der Kirchengemeindeverband, die Kräfte zu bündeln. So gibt es beispielsweise nur noch einen Gemeindekirchenrat, in dem alle Orte vertreten sind, und eine gemeinsame Kasse. Aufgaben der Verwaltung und auf der Leitungsebene können vereinfacht werden. Es ist keine Fusion der Kirchengemeinden an sich, sie bekommen so etwas wie ein Dach, unter dem sie gemeinsam leben. „Wir müssen über die Kirchtürme hinausdenken und so weiß jeder von dem anderen“, erklärt der Pfarrer. Er weiß aber auch, dass ein Kirchengemeindeverband lediglich ein Hilfsmittel und nicht die Lösung sein kann, um das Gemeindeleben zukunftsfähig zu gestalten und auf die aktuellen Gegebenheiten zu reagieren.

Am Beginn des neuen „Lebensabschnitts“ des Kirchengemeindeverbandes Irxleben stehen auch viele Fragen. Das verdeutlichte Martin Zander auch am vergangenen Wochenende im Rahmen eines Gottesdienstes in Eichenbarleben: „Wie wird es werden in dem großen Bereich? Wie wird es mit dem Miteinander? Was wird mit den Gebäuden?“

Neue Gemeindekirchenräte übernehmen Leitung

Fragen, mit denen sich jetzt die im Oktober neu gewählten und gerade eingeführten Gemeindekirchenräte befassen müssen. Ihnen obliegt nach Aussage des Pfarrers die Leitung der Kirchengemeinde. Dabei haben sie sich unter anderem mit der Verkündigung, der Seelsorge und der diakonischen Arbeit zu beschäftigen. Auch denen soll eine Stimme gegeben werden, die am Rande der Gesellschaft stehen, die beispielsweise krank sind. Zudem entscheidet ein Gemeindekirchenrat über Bau- und Finanzfragen. Zu einem Gemeindekirchenrat gehören neben dem Pfarrer mindestens vier gewählte Mitglieder, die Kirchenältesten.

Martin Zander ist durchaus bewusst, dass mancher Weg für den Kirchengemeindeverband noch unbekannt ist: „Niemand weiß, wo die Wege hinführen. Es wird Wege geben, die im Sand verlaufen, an einer Mauer enden oder die bergab gehen“. Doch er setzt auch auf die Gemeinschaft: „Wo heute jeder am liebsten seines macht, machen wir es gemeinsam. Aus dem Ich kann ein Wir werden“, so Zander weiter zu der Bereitschaft zu Veränderung, Aufbruch und Umkehr. Kirchenräume sollten Begegnungsräume für Meinungen und Menschen sein.

Langjährige Mitglieder verabschiedet

Und so werden hier auch diejenigen weiterhin ihren Platz finden, die während des Gottesdienstes als Mitglieder der Gemeindekirchenräte verabschiedet worden sind. „Über viele Jahre haben Sie ihre Zeit und Begabung in den Dienst für die Gemeinde gesteckt. Mit der Entbindung von den Aufgaben der Leitung gewinnen Sie Zeit für sich und andere“, gibt Pfarrer Martin Zander den sieben Frauen und Männern Worte des Dankes mit auf den Weg.