Groß Ammensleben l Beispielhaft für viele andere Kleingartenanlagen stehen auch in Groß Ammensleben inzwischen viele Parzellen leer. An den Lauben und Schuppen auf den verlassenen Grundstücken nagt unaufhaltsam der Zahn der Zeit, sie sind dem Zerfall und der Natur überlassen. Der Verein hat deshalb bereits vor einiger Zeit damit begonnen, ein Kerngebiet einzugrenzen und die Parzellen auf den anderen Flächen nicht mehr neu zu verpachten.

Ein Bild von der Situation vor Ort haben sich Vertreter des Kreisverbandes der Kleingärtner, der Verwaltung und der Feuerwehr gemacht. Für Letztere soll auf einem Teil der Kleingartenanlage ein neues Gerätehaus errichtet werden.

Pachtflächen werden begutachtet

Und was ist mit den anderen Flächen? „Wir sind im Gespräch mit der Einheitsgemeinde Niedere Börde, um circa 1,3 Hektar aus dem Pachtverhältnis zu lösen“, erläutert Armin Bartz, ehrenamtlicher Vorsitzender des Kreisverbandes der Kleingärtner Wolmirstedt. „Der Fahrplan wurde abgesteckt. Alle Pachtflächen werden bezüglich des Eigentums der Pächter einer Begutachtung durch unsere Wertschätzer unterzogen, um den Gesamtwert des Eigentums auf den Pachtflächen genau zu erfassen“, erklärt er weiter.

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Allen noch verbliebenen Pächter soll ein Umzug auf das Kerngebiet angeboten werden. „Hier wollen wir dauerhaft weiter verpachten. Wir verhandeln zur Zeit über eine kleine Umzugsvergütung, um den Umzug schmackhaft zu machen“, sagt Armin Bartz. Nun wolle der Vereinsvorstand jedoch erst einmal Gespräche mit allen verbliebenen Pächtern führen, „damit diese wissen, was auf sie zukommt“. Der Kleingartenverein in Groß Ammensleben feiert in diesem Jahr übrigens seinen 100. Geburtstag.