Wolmirstedt l An das erste Haus auf dem Außengelände des Kleintierzuchtvereins kann sich Franz Ulrich Keindorff noch gut erinnern. Der zweite Vorsitzende des Barleber Vereins gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Anlage vor 15 Jahren. In dem besagten Gebäude sitzt heute die Vereinsverwaltung. Ursprünglich sollten alle Häuser nach dem Vorbild des ersten Hauses im Blockhüttenstil entstehen, doch es kam anders. „Wir konnten nicht alles auf einmal bauen, das ist über die Jahre Schritt für Schritt gekommen“, erklärt Franz Ullrich Keindorff.

Und so gibt es auch noch weitere Pläne für das Gelände hinter der St.-Peter-und-Paul-Kirche in Barleben. Als nächstes wolle der Verein ein Netz aus Metall über den Ententeich spannen.

Netz aus Metall soll helfen

Er wird dann eine Art Außenvoliere bilden. Der Hintergrund: „Krähen holen sich gern einmal ein Entenjunges“, erklärt Franz Ulrich Keindorf. Die Masten für den Zaun sind schon aufgestellt, jetzt muss nur noch das Netz selbst her.

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Insgesamt 30 Mitglieder hat der Barleber Kleintierzuchtverein 1922. Ursprünglich war die Idee für die Anlage, den Mitgliedern, die zu Hause nicht genug Platz für ihre Züchtungen haben, einen Ort für ihre Gehege zu geben. „Nicht jeder kann zu Hause Haustiere halten“, sagt Franz Ullrich Keindorff. Er selbst hält auf dem Gelände Tauben und Hühner. Auch die Hühner sind geschützt: Eine hohe Mauer schirmt sie von Nesträubern ab.

Besichtigung in Begleitung möglich

Obwohl die Tiere in den Gehegen gut zu beobachten sind, ist das Gelände kein öffentlicher Zoo. Nur mit einem Vereinsmitglied kann man das Gelände besichtigen. Die meisten Tiere sind von der Straße aus nicht zu sehen. Inzwischen ziehen jedoch gerade die Ziegen auf dem Gelände, die von der Alten Kirchstraße aus gut zu sehen sind, viele Schaulustige an, die die Tiere füttern.

Regelmäßig sind auch Schulklassen und Kinder aus Kindertagesstätten auf dem Gelände zu Gast, um sich über die Vierbeiner zu informieren. „Gerade die Kaninchen sorgen immer für Begeisterung bei den Kindern“, erzählt Franz Ullrich Keindorff. Ganz bewusst habe sich der Verein entschieden, in diesem Jahr keine eigene Ausstellung seiner Tiere anzubieten. Stattdessen konzentrierten sich die Mitglieder jetzt auf die Landesausstellung in Magdeburg im November.