Dolle l Die Burgstaller Heide-Jagdhornbläser spielten, als Heidekönigin Liv I. den mit Glut gefüllten Eimer in den Quandelschacht schüttete und damit den Meiler anzündete. Burgstalls frisch gewählter Bürgermeister Carsten Miehe (parteilos) eröffnete das Köhlerfest und nutzte die Gelegenheit, sich bei den beiden Hobbyköhlern Klaus Benze und Wolfgang Nielebock sowie allen Helfern, darunter den fleißigen Kuchenbäckerinnen, zu bedanken.

Auch Landrat Hans Walker (CDU) war zur Eröffnung gekommen. Er betonte, dass das Dollenser Köhlerfest einzigartig im Landkreis Börde ist.

Nachdem die Köhler und die Ehrengäste mit einem Schluck „Flüssige Holzkohle“ angestoßen hatten, wurde das Köhlerfest mit einem dreifachen „Gut Brand“ eröffnet.

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Kinder bauen eigenen Meiler

„Für den Bau des Meilers sind etwa 30 Raummeter Buchenholz verwendet worden“, informierte Forstdirektor Günter Knüppel vom Bundesforstbetrieb Nördliches Sachsen-Anhalt. Er freue sich besonders darüber, dass erstmals auch Kinder einen eigenen Meiler errichten konnten.

Neu beim 13. Köhlerfest waren auch die Köhlerfestspiele, bei denen sich die Teams in den Disziplinen Zapfenzielwurf, Nägel einschlagen, Quandelschacht bauen, Holzscheibe sägen und Bilderraten maßen.

Zur Unterhaltung spielten die Stendaler Stadtmusikanten auf. Bei Musik und leckerem Kuchen feierten zahlreiche Besucher gemeinsam mit den Köhlern ein stimmungsvolles Fest.

Aus Reichswalde in Nordrhein-Westfalen waren die Hobbyköhler Anke und Wilhelm Papen nach Dolle gekommen. „Wir haben Klaus Benze und Wolfgang Nielebock im Jahr 2007 bei einem Köhlerfest in der Eifel kennengelernt“, berichteten die beiden weitgereisten Besucher, die vom Ambiente des Festes in Dolle, mitten im Wald, begeistert waren.

Etwa sieben bis zehn Tage müssen die beiden Köhler jetzt rund um die Uhr den Meiler beobachten und die Sauerstoffzufuhr regulieren, damit am Ende qualitativ hochwertige Buchenholzkohle entsteht. Die Holzkohle kann dann im Bundesforstbetrieb Dolle käuflich erworben werden.